Eine ATR 72 in den Farben von Air Kerala: Die neue Airline soll ein Billigflieger werden.

Shank Air und Air KeralaIn Indien wollen noch zwei neue Airlines starten

Indiens Luftfahrt boomt. Zwei Neugründungen haben nun eine wichtige Hürde überwunden. Shankh Air und Air Kerala verfolgen jedoch sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die indische Luftfahrt boomt, angetrieben von einem Wirtschaftswachstum und einem steigenden Wohlstand. Immer mehr Menschen in Indien können es sich leisten, zu fliegen. Das Potenzial ist riesig, denn nur vier Prozent der Bevölkerung sind bisher überhaupt je geflogen. Experten schätzen, dass Indien bald zum drittgrößten Luftfahrtmarkt der Welt aufsteigen wird, hinter China und den USA.

Das Land investiert massiv in die Luftfahrtinfrastruktur. Allein in den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Flughäfen auf dem Subkontinent nahezu verdoppelt – von 74 auf etwa 150, mit weiteren 80 in Planung. Fluggesellschaften wie Indigo und Air India sorgen für Rekordbestellungen bei Airbus und Boeing. Gleichzeitig werden immer neue Airlines gegründet, die ihren Teil vom Kuchen abhaben wollen.

Zwei Airlines planen ihren Start für 2025

Zwei Neugründungen haben kürzlich die nächste Hürde zur Betriebsaufnahme genommen. Shankh Air und Air Kerala haben vom Ministerium für Zivilluftfahrt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung (No Objection Certificate, kurz NOC) erhalten. Im nächsten Schritt müssen die beiden Fluggesellschaften die Betriebsgenehmigung von der Generaldirektion für Zivilluftfahrt (Director General of Civil Aviation) einholen.

Dazu müssen die künftigen Fluglinien Flugzeuge einflotten und Tests durchführen, Mitarbeitende einstellen, Handbücher erstellen sowie ein IT-System aufbauen. Shank Air will Ende 2024 beziehungsweise Anfang 2025 starten. Gegründet wurde die Airline 2023 von Sharvan K. Vishwakarma, der im Baustoffhandel groß wurde.

Shankh wird Air Full-Service-Carrier

Shankh Air wird ein klassischer Anbieter mit einem Zwei-Klassen-Modell. Das Management startet mit Boeing 737-800NG. Laut Informationen des Portals Livefromalounge finden derzeit Gespräche mit potenziellen Leasinggebern für Flugzeuge statt.

Als erste Linienfluggesellschaft aus dem nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh, der auch das berühmte Taj Mahal beheimatet, plant Shankh Air, Drehkreuze in Lucknow und Noida einzurichten. Die Airline hat sich zum Ziel gesetzt, Großstädte in ganz Indien miteinander zu verbinden und damit den Luftverkehr im Land zu stärken.

Zehn Jahre Vorlauf

Die zweite Airline, die Ende Juli die Unbedenklichkeitsbescheinigung erhalten hat, ist Air Kerala. Der Weg bis zum Start ist aber schon deutlich länger als bei Shank Air. Air Kerala wurde schon vor gut zehn Jahren gegründet. Ursprünglich sollte die Airline Flüge zwischen dem südwestlichen Bundesstaat Kerala und den Vereinigten Arabischen Emiraten durchführen. Der Plan wurde schnell auf Inlandsstrecken geändert. Dann passierte bis ins Jahr 2023 nichts.

Im April des vergangenen Jahres erwarb der indische Geschäftsmann Afi Ahmed die Domain airkerala.com und signalisierte der Regierung des Bundesstaats seine Unterstützung bei der Gründung der Airline. An der Spitze von Air Kerala steht Harish Kutty, ein erfahrener Manager, der zuvor bei Salam Air tätig war und auch Erfahrungen bei Air Arabia und Spicejet gesammelt hat.

Air Kerala eine Ultra-Low-Cost-Airline

Im Gegensatz zu Shank Air wird Air Kerala als Ultra-Low-Cost-Airline starten und plant, im kommenden Jahr mit drei ATR 72-500 den Betrieb aufzunehmen. Die Flotte soll schrittweise auf insgesamt 20 Flugzeuge wachsen. Das Drehkreuz der neuen Airline wird der Flughafen der Großstadt Kochi sein, und das anfängliche Streckennetz wird sich hauptsächlich auf Verbindungen im Süden Indiens konzentrieren.

Sollte alles nach Plan verlaufen, hat das Management auch die Absicht, zukünftig Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate aufzunehmen.

Mehr zum Thema

Indigo-Flugzeug in Kolkata: Die Airline hat Lust auf mehr.

Indigo plant eine Riesenbestellung bei Airbus

Flamingos in Indien: Experten warnen vor einem Problem mit Vogelschlag an Mumbais neuem Airport.

Mumbais neuer Flughafen hat ein Flamingo-Problem

Pilotinnen und Piloten von Air India: Künftig fliegen sie auch mit A350 und Boeing 777X.

Air India beglückt Airbus und Boeing mit Megaorders

Air India One Flugverlauf nach Tashkent: Indiens Premierminister musste einen großen Umweg nehmen.

Indiens Premierminister muss 6200 Kilometer langen Umweg nach Usbekistan fliegen

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack