Eine Boeing 737-800 von Tui am Flughafen von Madeira: 2019 mussten 900 Flüge aufgrund des Wetters umgeleitet werden.

WetterproblemeIn 61 Stunden von Manchester nach Madeira - Inselhopping inklusive

Ein Flug von Manchester nach Madeira landet aufgrund des schlechten Wetters erst zwei Tage später als geplant auf Madeira. Das gehört zum Alltag am Cristiano-Ronaldo-Airport.

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Madeira lockte schon früh aufgrund der fast ganzjährig frühlingshaften Temperaturen Touristen an. Im Winter 1860 reiste Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi, für fünf Monate auf die Atlantikinsel, um ihren Husten auszukurieren. Die Reise vom Wiener Hof dauerte Wochen.

Heute kommen Touristen mit dem Flugzeug innerhalb von rund 3,5 bis 4 Stunden Flugzeit aus ganz Europa. Besonders beliebt ist die portugiesische Insel bei Deutschen und Engländern. Am vergangenen Freitag (12. Januar) wurden aus den Stunden allerdings Tage - wenngleich nicht wie bei Sissi Wochen, berichtet das Portal Aviation24.

Wetter wird zum Problem

Flug BY2536 von Tui Airways erreichte statt in 3,5 Stunden erst nach 61 Stunden den Cristiano-Ronaldo-Flughafen von Madeira. Was war passiert? Die schlichte Antwort ist, dass das Wetter nicht mitgespielt hat. Die Boeing 737-800 mit der Kennung G-TAWM konnte am Abflugtag aufgrund des schlechten Wetters nicht auf Madeira landen und wurde schließlich auf die kleine Nachbarinsel Porto Santo umgeleitet. Die Reisenden wurden in einem Hotel untergebracht.

Der zweite Versuch startete am 13. Januar, musste aber wieder aufgrund des starken Regens und der schlechten Sicht abgebrochen werden. Stattdessen wurde der zehn Jahre alte Flieger nach Teneriffa Süd umgeleitet. Noch am selben Tag hob das Flugzeug erneut Richtung Madeira ab, musste aber erneut auf die größte Kanarische Insel zurückkehren.

Auch Easyjet betroffen

Erst am 14. Januar gegen 20:20 Ortszeit hob der Tui-Flieger erneut Richtung Madeira ab und landete um 21:16 Uhr auf der portugiesischen Atlantikinsel. Zwei Tage und neun Stunden nach dem Start in Manchester. Tui war mit dem Problem nicht allein. Auch ein Flug von Easyjet nach Berlin konnte am Samstagabend aufgrund von Wetter nicht starten und wurde gestrichen.

Die Landung in Funchal gehört zu den schwierigsten überhaupt, nur speziell ausgebildete Piloten den Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo ansteuern. Der Flughafen ist ins Meer gebaut, zur Seite erhebt sich ein Steilhang. Zudem herrschen hier oft Scherwinde.

2019 kam es zu 900 Umleitungen

Daher gehören Umleitungen zu anderen Airports zum Alltag, wenn das Wetter sich plötzlich verschlechtert. Die Flugzeuge müssen dann zur Nachbarinsel Porto Santo, nach Teneriffa oder nach Marrakesch ausweichen. Rund 900 Mal kam es allein 2019 zu Umleitungen.

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