Twyford: Für Luftfahrt ist er nicht mehr zuständig.

NeuseelandIm Flieger telefoniert - Rücktritt eingereicht

Ausgerechnet der Transportminister hielt sich nicht an die Regeln. Daher darf der neuseeländische Politiker nun nicht mehr den Bereich Luftfahrt verantworten.

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Ein Passagier auf einem Flug in Neuseeland telefonierte, als das Flugzeug bereits in Richtung Startbahn rollte. Und als die Anschnallzeichen noch immer eingeschaltet waren, stand er auf, um seine Jacke im Gepäckfach zu verstauen. Aus diesem Grund bot er nur kurze Zeit später seine Kündigung an. Es ist eine ziemlich heftige Reaktion, werden wohl die meisten denken. Doch das hat seinen Grund.

Denn der Passagier ist Phil Twyford, Neuseelands Transportminister. Er flog am 17. Mai von Wellington nach Auckland. Und wurde bei den beiden kleinen Regelverstößen erwischt und von Mitreisenden verpetzt. Problematisch ist das, weil sein Ministerium auch für die Zivilluftfahrtbehörde zuständig ist. Und gegen deren Regeln hat Twyford verstoßen.

Keine Luftfahrtzuständigkeit mehr

«Ich habe telefoniert, als ich es nicht hätte tun sollen», so Twyford in einer offiziellen Stellungnahme. «Das ist für jeden unangemessen, aber besonders für mich als Transportminister.» Er habe daher der Premierministerin Jacinda Ardern seinen Rücktritt angeboten. Die rügte sein Verhalten zwar heftig, lehnte den Rücktritt aber ab.

Dennoch hat das Ganze berufliche Konsequenzen für Twyford. Die Zuständigkeit für die Zivilluftfahrtbehörde hat Ardern ihm entzogen. Stattdessen übernimmt diese nun seine Stellvertreterin Julie Anne Genter.

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