A320 von Iberia: Viele Flieger dürften während der Streiktage am Boden bleiben.

Iberia: Hilfe von der Konkurrenz

Die Piloten der spanischen Fluglinie drohen mit Streik. Um Passagiere doch ans Ziel zu bringen, spannt sie mit der Konkurrenz zusammen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ausgerechnet zur Weihnachtszeit: Die Piloten von Iberia wollen am 18. und am 29. Dezember ihre Arbeit niederlegen. Denn sie sind sauer auf ihre Arbeitgeberin. Die spanische Nationalairline plant nämlich eine neue Billigtochter. Iberia Express soll mit der wachsenden Konkurrenz in der Heimat durch Lowcost-Flieger wie Ryanair, Easyjet und Co. mithalten. Die Flugkapitäne jedoch haben ihre Zweifel, was die Arbeitsbedingungen angeht. Sie fürchten, dass sich diese massiv verschlechtern, wenn die Billigtochter im nächsten Jahr auf den Markt kommt. Daher wollen sie aus Protest streiken.

Damit die Reisenden nicht allzu stark unter dem Protest der Arbeitnehmer leiden, und weil die Fluggesellschaft einen Mindestversorgungsauftrag seitens der Regierung zu erfüllen hat, hat Iberia nun mit 30 Transportunternehmen verhandelt, wie spanische Medien berichten. Diese sollen dafür sorgen, dass die Passagiere trotz Streik ans Ziel kommen. Iberia rechnet damit, dass ohne Gegenmaßnahmen rund ein Drittel der Flüge ausfallen würden. Die Alternativen setzen nicht unbedingt auf den Luftweg. Unter anderem sollen neben 27 Fluglinien auch die Staatsbahn Renfe und die Autobusgesellschaft Alsa einspringen, falls Iberia sich mit den Piloten nicht doch noch einigen kann.

Festgefahrene Fronten

Momentan scheinen die Fronten jedoch ziemlich festgefahren. Gemäß dem Portal Epturismo bezeichnet die Pilotenvereinigung SEPLA die Entscheidungen von Iberia als «rechtswidrig». Die Airline sieht das nicht ein. Immerhin schaffe die Gründung der Billigtochter eine weit höhere Profitabilität und außerdem etwa 500 neue Arbeitsplätze. Man habe bereits mehrfach versichert, dass Iberia Express keinen Einfluss auf Löhne und Arbeitsbedingungen der Muttergesellschaft habe. Zu Verhandlungen ist man daher nicht bereit.

Mehr zum Thema

Vorschau auf Iberias Jubiläumslackierung: 2027 wird gefeiert.

Iberia wird 100-jähriges Jubiläum mit Sonderlackierung feiern

ticker-iberia

Start mit Douglas DC-4: Iberia feiert 80 Jahre Flüge zwischen Madrid und Buenos Aires

ticker-iberia

Iberia darf Airbus A350 umfassend selbst warten

ticker-iberia

Iberia verlängert Flugstopp nach Kuba bis Mitte 2027

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier