Rang 5: Iberia - 90,3 Prozent - 38.200 Flüge.

Angst vor BrexitIAG macht Iberia zum spanischen Unternehmen

Der Luftfahrtkonzern IAG hat Angst vor einem harten Brexit. Er versucht daher, Tochter Iberia als spanisches Unternehmen darzustellen. Eine alte juristische Konstruktion kommt ihm zu Hilfe.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ein harter Brexit rückt näher. Der britische Buchmacher Smarkets hat inzwischen eine Quote von 5:2 für Wetten darauf gesetzt, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union am 31. März 2019 ohne formellen Vertrag über die künftige Zusammenarbeit verlassen wird. Das beunruhigt die Luftfahrtbranche ganz besonders, die sich ohne offene Grenzen nicht frei entwickeln kann.

Easyjet gründete zur Absicherung im Falle eines No-Deal-Brexit bereits die Tochter Easyjet Europe mit Sitz in Wien, Ryanair hat eine britische Tochter gegründet, um immer noch Inlandsflüge im Vereinigten Königreich durchführen zu können. Dir International Airlines Group IAG gab sich lange gelassen, begann in den letzten Monaten aber umso heftiger, in Brüssel und Madrid zu lobbyieren, dass der Konzern mit Hauptsitz in Spanien doch europäisch sei. Umstritten ist vor allem, ob die Dachgesellschaft von Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling sich mehrheitlich im Besitz von Aktionären mit Sitz in der EU befindet.

Konstruktion von 2010

Dabei hat IAG nun eine neue Verteidigungslinie aufgebaut, die vor allem Iberia aus dem Schussfeld nehmen soll, wie die Zeitung El Pais schreibt. Die Tochter sei spanisch und daher europäisch, so der Konzern. Dabei weist man auf eine juristische Konstruktion hin, die bei der Gründung der Gruppe im Jahr 2010 gewählt wurde. Damals wurde über Iberia die Holding Ib Opco mit Sitz in Madrid gebildet. Sie sollte sicherstellen, dass Iberia auch wirklich spanisch bleibt.

Ib Opco kennt Aktien mit Stimmrechten und solche ohne. IAG übernahm 100 Prozent der Kapitalrechte und 49,9 Prozent der Stimmrechte. Die restlichen 50,1 Prozent der Stimmrechte gingen gemäß El Pais an die Firma Garanair. Sie wiederum ist im Besitz der Kaufhausgruppe El Corte Inglés. Daher sei Iberia eigentlich voll spanisch kontrolliert - so IAG.

Macht Brüssel mit?

Ob Brüssels dieser Argumentation folgen wird, ist allerdings offen. Denn IAG müsste klar belegen können, dass Garanair/El Corte Inglés auch wirklich das Sagen bei Ib Opco haben.

Mehr zum Thema

Jet von Iberia: Der Mutterkonzern IAG unterstreicht seine spanische Seite.

IAG sucht Ausweg aus der Brexit-Falle

ticker-british-airways

British Airways kündigt neue Lounge im Terminal 5 in London-Heathrow an

So wird es im Oberdeck der Airbus A380 von British Airways  aussehen: 106 Sitze nur in der Business Class.

British Airways zeigt die größte Business Class der Welt

ticker-british-airways

British Airways gewinnt Steuerstreit um Crew-Hotels

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin