Jet von Iberia: Der Mutterkonzern IAG unterstreicht seine spanische Seite.

Späte BemühungenIAG sucht Ausweg aus der Brexit-Falle

Lange gab sich der Mutterkonzern von Iberia und British Airways entspannt angesichts des Brexits. Spät verhandelt IAG nun, um als europäischer Konzern zu gelten.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Möglichkeit eines hartes Brexit macht Fluggesellschaften schon seit einiger Zeit nervös. Easyjet gründete zur Absicherung die Tochter Easyjet Europe mit Sitz in Wien, Ryanair-Chef Michael O’Leary warnte wiederholt vor der Gefahr eines Flugstopps. Entspannter gab sich dagegen stets Willie Walsh, Chef der British-Airways- und Iberia-Mutter IAG.

Doch auch bei dem Unternehmen, das seinen rechtlichen Sitz in Madrid und seine Firmenzentrale in London hat, steigt nun in Unruhe. Zurzeit bemüht sich IAG darum, sicherzustellen, dass man als EU-Unternehmen gilt. Iberia-Chef Luis Gallego Martín bestätigte am Dienstag (13. November) bei einer Konferenz des Weltluftfahrtverbandes Iata in Madrid entsprechende Gespräche mit der spanischen Regierung und der EU-Kommission.

IAG wird spät aktiv

Zuvor hatte bereits die spanische Zeitung El Pais berichtet, Spaniens Regierung habe die EU-Kommission über die Bemühungen von IAG informiert, die Anforderungen an eine europäische Airline oder Gruppe zu erfüllen. Dabei sei es zum einen wichtig, dass sich der Sitz in einem der Mitgliedsstaaten befinde. Zum anderen müsste sich das Unternehmen mehrheitlich im Besitz oder unter der Kontrolle von Personen oder Organisationen mit Sitz in der EU befinden, heißt es. Laut El Pais hat Brüssel Zweifel an der Erfüllung des zweiten Punktes, während die Luftfahrtgruppe beide Anforderungen erfüllt sieht.

Aus einem Briefverkehr zwischen dem IAG-Management und dem spanischen Transportministerium wird gemäß der Zeitung deutlich, dass IAG das Thema wirklich lange vernachlässigt hat. Die EU-Kommission habe die Nachricht über die Bemühungen von IAG «mit Zufriedenheit erhalten, da sie sich nicht bewusst war, dass IAG ausreichend aktiv ist, um mit den Risiken dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen», zitiert das Blatt.

Argumente noch nicht bekannt

Ein IAG-Sprecher sagte zu all dem lediglich, man vertraue darauf, dass man die Anforderungen in der EU und in Großbritannien erfüllen werde. Mit welchen Argumenten IAG die EU überzeugen will, dazu äußerte sich der Sprecher nicht. In den kommenden Tagen könnte laut regierungsnahen Quellen von El Pais ein Plan präsentiert werden.

Iberia-Chef Luis Gallego Martín betonte derweil bei der Konferenz in Madrid den europäischen Charakter der Luftfahrtgruppe. So sei etwa der Vorstandsvorsitzende Antonio Vázquez Spanier, während der Firmenchef Willie Walsh aus Irland stamme.

EU macht Luftfahrtbranche Hoffnung

Unterdessen gibt es zwei gute Nachrichten für IAG. Zum einen haben sich die Unterhändler Großbritanniens und der EU am Dienstag auf einen Entwurf für ein Brexit-Abkommen geeinigt, wie es aus London hieß. Allerdings ist das Ganze noch von großen Zweifeln begleitet, unter anderem weil der Widerstand gegen die Pläne der britischen Premierministerin Theresa Mays in der eigenen konservativen Partei groß ist.

Zum anderen teilte die EU-Kommission mit, man werde für die Luftfahrt die Verlängerung der bisherigen Regelungen vorschlagen, damit britische Fluglinien weiterhin in der EU starten und landen können. Bedingung sei, dass Großbritannien den Airlines aus der EU gleiche Rechte einräume.

Entstanden aus Fusion 2011

IAG war entstanden durch die Fusion von British Airways und Iberia - die Eintragung ins spanische Handelsregister erfolgte Anfang 2011. Beide Airline-Marken blieben erhalten. Auch Vueling, Level und Aer Lingus gehören heute zu der Luftfahrtgruppe.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von British Airways: Was passiert nach dem 29. März 2019?

Britische Regierung malt den Brexit-Teufel an die Wand

first airbus a321 neo moulding in toulouse

EU und USA einigen sich auf Zollsatz - Airbus und Co. können aufatmen

ticker-eu-europaeische-union

Verkehrsausschuss des EU-Parlaments stimmt für kostenloses Handgepäck

Koffer in der Kabine: Die EU will Zusatzgebühren will Handgepäck abschaffen.

Showdown im EU-Parlament - Kommt das Verbot von Handgepäck-Gebühren?

Video

airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack
bolivien el elto c 130
Eine Lockheed C-130 Hercules der bolivianischen Luftwaffe ist am Flughafen El Alto verunglückt. Das Flugzeug, das für die Zentralbank des Landes unterwegs war, kam erst außerhalb des Flughafengeländes zum Liegen. Etliche Menschen kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack