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Henrik Hololei Hoher EU-Beamter nach Qatar-Airways-Freiflügen degradiert

Der oberste EU-Beamte im Verkehrsbereich zieht sich von seinem Posten zurück. Henrik Hololei war zuvor wegen Freiflügen mit Qatar Airways unter Druck geraten.

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Im Oktober 2021 unterzeichneten die EU und Katar ein Luftfahrtabkommen. Es regelt stufenweise Streckenrechte zwischen Katar und Flughäfen der EU. Nach einer Übergangsphase von fünf Jahren sieht es die komplette Freigabe von Flugfrequenzen auf allen Strecken zwischen Katar und den Airports der Europäischen Union vor.

Doch der Abschluss des Abkommens bekam einen faden Beigeschmack. Denn Henrik Hololei, Leiter der Generaldirektion Mobilität der Europäischen Kommission, nahm Freiflüge von Katars Regierung an, während sein Team über das Abkommen verhandelte.

Rücktritt nur von seinem Posten

Zwischen 2015 und 2021 sei Hololei neun Mal kostenlos mit Qatar Airways in der Business Class geflogen, deckte das Magazin Politico auf. Sechs der Freiflüge fanden statt, während das Abkommen ausgearbeitet wurde. Die EU-Kommission verteidigte die Flüge zunächst, leitete nach öffentlichem Druck dann aber eine interne Untersuchung ein, die noch läuft.

Am Mittwoch (29. März) hat Hololei nun den Rücktritt von seinem Posten eingereicht - «auf eigenen Wunsch», wie ein Kommissionssprecher gegenüber dem Fernsehsender erklärte. Der Estländer wird aber weiterhin bei der Kommission arbeiten.

Hololei ab dem 1. April Berater

«Auf seinen Antrag hin hat das Kollegium beschlossen, Henrick Hololei, den Generaldirektor für Mobilität und Verkehr, ab dem 1. April zum Berater in der Generaldirektion für internationale Partnerschaft zu ernennen», so der Sprecher.

Die Enthüllungen zu Hololei wurden bekannt, nachdem es zuvor bereits einen Korruptionsskandal im Europäischen Parlament gegeben hatte. Dieser drehte sich um den Vorwurf der Bestechung von EU-Abgeordneten durch Katar.

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