Rüpelhafter Passagier«Hillary-Schlampen» - Delta entschuldigt sich

Ein Passagier auf einem Flug von Delta Air Lines beleidigte Wähler von Hillary Clinton. Die Crew griff nicht ein, was viele verstörte. Nun meldet sich im Fall Delta-Chef Ed Bastian zu Wort.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Mann scheint immer noch geradezu trunken vom Wahlresultat in den USA zu sein. An Bord von Delta-Flug 248 von Atlanta nach Allentown, Pennsylvania lässt er nicht nur alle ungefragt an seiner Freude über das Ergebnis teilhaben, sondern beleidigt auch die, die anders gewählt haben. «Donald Trump, baby!», schreit er im Stehen zu den Mitpassagieren. Dann klatscht er in die Hände.

Das war erst der Anfang. Der bärtige Mann in T-Shirt und Baseball-Cap legt erst jetzt richtig los und ruft: «Wirklich? Sagt niemand in diesem Flieger etwas?». Und als jemand im hinteren Teil der Kabine nach vorne schreit, man könne ihn nicht verstehen, wird er richtig laut. «Gibt es an Bord vielleicht Hillary-Schlampen?» Trump werde Präsident von jedem im Flieger sein und wem das nicht passe, für den sei es ganz einfach Pech.

«Man hätte ihn des Flugzeuges verwiesen»

Die Beleidigungen an die Adresse der Clinton-Wähler hören dann auf. Der Mann beruhigt sich und setzt sich. Die Crew lässt ihn deshalb mitfliegen. Doch genau das sorgt danach für Irritationen. Die Besatzung hätte eingreifen müssen, finden viele Nutzer auf Social Media, wo das Video des Vorfalles sich schnell verbreitet hat.

Nun meldet sich sogar Delta-Chef Ed Bastian zu Wort. Die Besatzung habe aufgrund ihres damaligen Wissensstandes das Richtige getan, schreibt er in einer Mitteilung an die Mitarbeitenden. Sie habe den Passagier mitfliegen lassen. Hätten die Flugbegleiter selbst direkt mitbekommen, was man auf dem Video sehen kann, wäre der Entscheid anders aufgefallen, so Bastian. «Man hätte ihn des Flugzeuges verwiesen.»

«Laut, rüpelhaft und respektlos»

Und der Mann auf dem Video, den Bastian als «laut, rüpelhaft und respektlos» bezeichnet, werde nie mehr mit Delta fliegen. Und er weist die Crews darauf hin, dass sich ähnliche Vorfälle in nächster Zeit öfter ereignen könnten. «Die erhöhte Anpsannung in unserer Gesellschaft macht es mehr denn je nötig, dass wir Anstand in unseren Flugzeugen herstellen», so Bastian. Einen ähnlichen Vorfall gab es kürzlich denn auch auf einem Flug von United, der am Ende vom Piloten geschlichtet wurde.

Mehr zum Thema

ticker-delta-airlines

Delta Air Lines bleibt bei Wheels Up länger an Bord

ticker-delta-airlines

Bodenmitarbeiter von Delta stirbt nach Unfall am Flughafen Orlando

ticker-delta-airlines

Delta streicht Bordservice auf Kurzstrecken

ticker-delta-airlines

Delta schickt temporär Airbus A321 Neo mit 44 Business-Class-Sitzen in den Dienst

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies