Unglücksflug 6W703Hatte die Antonov An-148 technische Probleme?

Die russischen Ermittler gehen allen Spuren nach. Die abgestürzte Antonov An-148 von Saratov Airlines war erst gerade gewartet worden. Dennoch soll der Pilot über technische Probleme geklagt haben.

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Rund hundert Ermittler sind seit Sonntag (11. Februar) auf den Feldern von Stepanovskoye südwestlich von Moskau an der Arbeit. Sie durchkämmen die Gegend nach Trümmerteilen der abgestürzten Antonov An-148 von Saratov Airlines. Der Zugang zur Unfallstelle ist allerdings erschwert. Die vielen Fahrzeuge haben die schneebedeckten Wege beschädigt. Darum muss nun ein Spezialkorridor gebaut werden, damit auch schwerere Speziallaster zum Ort vordringen können.

Die erste Blackbox – den Flugdatenschreiber – von Flug 6W703 hatten die Experten schon früh geborgen. Gemäß russischen Presseberichten befindet sie sich in gutem Zustand. Noch fehlt aber die zweite Blackbox, welche die Stimmen und Geräusche im Cockpit aufzeichnet. Noch kann deshalb über die Ursachen des Absturzes nur spekuliert werden.

Erfahrener Pilot

Wie die Zeitung Gazeta mit Bezug auf Ermittlerkreise meldet, soll der Pilot aber gleich nach dem Start am Flughafen Moskau Domodedovo technische Probleme gemeldet haben. Er soll eine Notlandung am Zhukovsky International Airport geplant haben. Dazu kam es aber nicht mehr. Rund fünf Minuten später krachte die An-148 auf ein Feld. Dort gab es einen Feuerball, wie eine Aufnahme einer Sicherheitskamera zeigt.

Die etwas über siebenjährige Antonov An-148 von Saratov Airlines hatte im Januar einen C-Check absolviert. Auch vor dem Flug wurde sie gemäß lokalen Berichten noch von Technikern begutachtet. Dabei seien keine Mängel zu Tage getreten. Der Kapitän der Maschine hatte 5000 Stunden Flugerfahrung, 2800 davon auf der An-148.

Schweizer Todesopfer

Der Unfall mit der An-148 forderte 71 Menschenleben. Wie das Katastrophenschutzministerium der Russischen Föderation am Sonntagabend bestätigte, befindet sich unter den 65 verstorbenen Passagieren auch ein Schweizer.

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