Piloten von Belavia: Jetzt mit russischem Acars unterwegs.

Erster ausländischer KundeBelavia funkt jetzt russisch – Minsk nutzt Moskaus Flugdaten-Netz

Belavia steigt als erste ausländische Airline auf Russlands eigens entwickelten Luft-Boden-Kommunikationsdienst um. Das von einer Rostec-Tochter betriebene System tritt an die Stelle westlicher Dienste.

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Belarus’ Nationalairline Belavia setzt als erste ausländische Fluggesellschaft auf Russlands selbst entwickelten digitalen Luft-Boden-Kommunikationsdienst (Acars). Dieser stammt von Infocom-Avia, einer Firma, die unter dem Dach des Staatskonzerns Rostec operiert. Das System ersetzt westliche Acars-Dienste, die seit den Sanktionen nicht mehr zugänglich sind.

Acars, kurz für Aircraft Communications Addressing and Reporting System, ist ein digitales Datenfunksystem, das den Austausch von Informationen zwischen Flugzeugen und Bodenstationen ermöglicht. Über Funk oder Satellit werden automatisch Nachrichten, Statusberichte und Betriebsdaten übermittelt – etwa Triebwerkswerte, Wartungshinweise, Wetterdaten oder Anweisungen der Flugsicherung. Das System wurde in den 1970er-Jahren entwickelt und ist heute ein zentrales Element der modernen Flugkommunikation.

Bislang nur russische Kunden

Das Netz stützt sich auf Bodenstationen entlang wichtiger Nord-Süd- und West-Ost-Routen sowie ein eigenes Datenzentrum in Russland. Darüber lassen sich Flugdaten, Wetter-Updates und operationelle Anweisungen übermitteln. Große russische Fluggesellschaften wie Aeroflot und S7 nutzen den Dienst bereits; laut Angaben von Infocom-Avia tauschte im vergangenen Jahr rund zwei Drittel der Inlandsflotte Daten über das Netz aus. Die Abdeckung soll ausgebaut und weitere internationale Betreiber gewonnen werden.

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