Die G-CEXP in London-Gatwick: Muss weg und ist nicht im besten Zustand.

Handley Page Dart HeraldHistorischem Flieger in Gatwick droht die Schrottpresse

Flugzeuge mit historischem Wert haben an Flughäfen oft keinen leichten Stand. In Hamburg und Berlin überlebten Boeing 707 nicht. In London-Gatwick ist nun eine der weltweit letzten Dart Herald in Gefahr.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

In Deutschland hat es zuletzt zwei Mal nicht geklappt: In Hamburg und Berlin-Tegel gelang es jeweils nicht, historische Flugzeuge auf dem Flughafengelände vollständig zu erhalten. Die beiden Boeing 707, die an den beiden Airports standen, wurden zerlegt, in Teilen versteigert und ansonsten verschrottet. Dabei hatte in Hamburg sogar ein extra gegründeter Verein für die Rettung der historischen Maschine gekämpft. Alles vergeblich.

Nun gibt es in Großbritannien einen ähnlichen Fall. Am Gatwick Airport muss ein historischer Turbopropflieger vom Typ Handley Page Dart Herald bis Ende Oktober Platz machen. Der Flughafen im Süden von London braucht den Platz für seinen Ausbau.

Auslieferung an Arkia Israeli Airlines

«Dieses historische Flugzeug ist eines von weltweit nur noch vier vollständig erhaltenen Exemplaren», schreibt eine Organisation namens UK Heritage Aviation Trust. Sie will die Maschine mit dem Kennzeichen G-CEXP retten. «Damals war dieser Flugzeugtyp nicht nur für Handley Page, sondern für die gesamte britische Zivilluftfahrt so wichtig, dass der Duke of Edinburgh 1962 in einer Maschine auf einer Tour durch elf südamerikanische Länder mitflog, um die Verkäufe anzukurbeln», erklärt sie.

Der UK Heritage Aviation Trust will 60.000 Pfund oder umgerechnet 70.800 Euro sammeln. Damit will er einen Transport nach Sellindge in der Grafschaft Kent finanzieren und die Maschine wieder herrichten. Allerdings ist dieser Betrag bisher noch nicht ansatzweise erreicht.

Auslieferung an Arkia Israeli Airlines

Die G-CEXP war 1968 an Arkia Israeli Airlines erstausgeliefert worden. 1978 wechselte sie zu Express Air Freight, 1980 zu Field Aviation, 1984 zu Aligulia und 1987 zu Channel Express. Bei diesem Betreiber war sie in Bournemouth stationiert und flog beispielsweise Post zu den Kanalinseln und brachte auf dem Rückweg Blumen, Tomaten und andere Fracht mit. 1994 erlitt das Flugzeug in Gatwick einen Motorbrand und blieb danach dort.

Bis 2003 war das Flugzeug auf dem Dach des Südterminals für Besucher ausgestellt. Dann wurde es abseits auf eine Rasenfläche abgestellt, wo es heute noch steht. Die Maschine ist eine von insgesamt nur 50 Handley Page Dart Herald, welche die Handley Page Aircraft Company zwischen 1959 und 1968 baute. Das Modell bot Platz für 50 bis 56 Reisende oder bis zu 5,3 Tonnen Fracht.

Im Video können Sie einen Rundgang um den Flieger sehen:

Mehr zum Thema

Das Cockpit der Hamburg Boeing 707: Nachdem es zuerst keinen Abnehmer fand, ...

Privater Sammler kauft Cockpit der Hamburger Boeing 707

Zerlegung der Boeing 707 in Berlin-Tegel: Schon hier ist zu sehen, ...

Ganzes Leitwerk der Boeing 707 zu groß fürs Museum

Vorher sah der Flieger mit dem Kennzeichen F-BTGV so aus.

Super Guppy droht die Verschrottung

ticker-london-gatwick-lgw

Gegner der Erweiterung von London-Gatwick scheitern vor Gericht

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies