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Gulfstream patentiert Pläne für Überschalljet

Der amerikanische Hersteller von Businessjets forscht schon lange im Bereich des Überschallflugs. Skizzen aus einem Patentantrag zeigen, wie das Flugzeug dereinst aussehen könnte.

Gulfstream

Illustrationen im Patentantrag: Schafft Gulfstream den großen Durchbruch?

Gulfstream, der amerikanische Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen, forscht schon seit Jahren an einem superschnellen Businessjet. Wie nahe die Amerikaner dem Traum vom privaten Fliegen mit Überschallgeschwindigkeit gekommen sind, beweist ein neuer Patentantrag.

Die eingereichten Skizzen zeigen ein Flugzeug mit einem schmalem Rumpf und Schwenkflügeln wie bei einigen Kampfflugzeugen. Die teleskopische Nase besteht voll ausgezogen aus sechs Segmenten und soll den Lärm des Fliegers signifikant reduzieren. Im Herbst 2016 hatte ein Gulfstream-Manager angekündigt, dass man kurz vor der Lösung der Lärmproblematik stehe. Diese ist seit der Ausmusterung der Concorde im Jahr 2003 ein Haupthindernis für viele Projekte im Bereich des kommerziellen Überschallflugs.

Zusammenarbeit mit der Nasa

Gulfstream hatte bereits 2007 und 2009 Konzepte für Überschallflieger vorgestellt und unter dem Markennamen «Whisper» schützen lassen. In den alten Entwürfen waren noch feste Flügel und keine ausziehbare Nase vorgesehen gewesen.

Über Ausstattung, Reichweite und Nutzlast geben die Skizzen keinen Aufschluss. Im Patent geht es um die Reduktion der Intensität des Überschallknalls, weshalb die anderen Details des Fliegers in den Entwürfen nicht exakt ausgearbeitet sind. Die jeweils fünf Fenster auf beiden Seiten der Passagierkabine lassen aber auf einen kleinen Businessjet schließen, sollte der Flieger tatsächlich so gebaut werden.

Auch für größere Flieger?

Bei einem Durchbruch in der Lärmfrage ist davon auszugehen, dass die Technologie auch auf größere Flugzeuge anwendbar wäre. Gulfstream entwickelt für die Nasa das überschallschnelle Forschungs- und Demonstrationsflugzeug X-54, in dem die Erfindungen erstmals getestet werden sollen. Allerdings hat sich die Firma zu diesem Projekt bisher nur sehr zurückhaltend geäußert.



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