Der ergonomische Twister-Sessel: Er soll die Schmerzen der Holzklasse-Passagiere lindern.

ErfindungNeuer Economy-Sitz soll Komfort erhöhen

Auf einem Langstreckenflug erfand ein Produktdesigner den Flugzeugsessel neu. Der Twistet-Sessel soll sogar das Thromboserisiko minimieren.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Während Business- und First-Sitze immer bequemer werden, sparen Airlines in der Regel bei der Holzlklasse. Das bemerkte auch Adam White auf seinem Flug von Großbritannien nach Japan. Aus dem Leid des Londoner Produktdesigner auf dem 14-Stunden-Flug ist nun aber eine Idee gewachsen. White erfand den Twister-Sessel. Wie der Name «twist» (auf Deutsch verdrehen/drehen) schon verrät, wird das verstaubte Produktdesign-Denken eines Sessels, der sich nach hinten zurücklehnen lässt, grundlegend überdacht.

White fand heraus, dass sich der menschliche Körper anstatt beim Zurücklehnen, eher beim seitlichen Drehen entspannt. Deshalb baute er bei seinem Flugsessel-Prototypen ein Konstrukt, welches der menschlichen Wirbelsäule ähnelt. Diese vermag sich ebenfalls seitlich zu neigen, anstatt nur nach hinten zurückzuklappen. Sobald sich also das Gewicht des Passagiers auf dem Sitz verlagert verändern sich auch die Rippen des ergonomisch angepassten Sessels.  «Der Sitz formt sich mit den Bewegungen im Sitzen – von den Schultern bis zu den Oberschenkeln», so Adam White zur Fachzeitschrift Aircraft Interiors.

Mit einem Knopfdruck seine Lieblingsposition «speichern»

So könnte sich der Passagier im Twister-Sitz drehen und wenden, bis er die komfortabelste Position eingenommen hat. Per Knopfdruck kann man dann diese Position speichern. Mit einem weiteren Knopfdruck lässt sich der Sitz wieder in die neutrale Standardposition zurückstellen. Gerade bei längeren Flügen soll sich durch die nicht mehr vorhandenen Druckstellen an den Kniekehlen sogar das Thromboserisiko minimieren. Ob  der Sitz aber tatsächlich in der Praxis umsetzbar ist, bleibt fraglich. Eine enorme Platzersparnis als Anreiz für die Airlines gab es bisher noch nicht.

Mehr zum Thema

Illustrationen im Patentantrag: Schafft Gulfstream den großen Durchbruch?

Gulfstream patentiert Pläne für Überschalljet

So stellt sich Airbus die Bänke vor. Hier zu sehen: Die Variante für füllige Passagiere.

Flugzeugsitze wie in der U-Bahn

Es sieht ein bisschen aus wie ein Business-Class-Sitz vor dem Ausfahren – doch statt einer Liegefläche ist ein Gepäckfach integriert.

Neuer Sitz macht Gepäckfächer überflüssig

Kuppel-Erfindung von Windspeed: Das ist garantiert die beste Aussicht, die man im Flieger haben kann.

Der ultimative Fensterplatz

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies