Saab 340 von Int'Air Îles: Alle Maschinen bleiben am Boden.

Int'Air Îles am EndeInlandsairline der Komoren stellt Betrieb ein

Die Komoren verlangen für Flüge auf die Nachbarinsel Mayotte neu höhere Steuern. Das setzt den bereits vorher angeschlagenen Airlines des in einer Krise steckenden Archipels zu. Eine gab nun auf.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Eigentlich sollte man auf den Komoren feiern. Am 6. Juli 1975 hatte der Archipel die Unabhängigkeit von Frankreich erhalten. Doch 40 Jahre später herrscht statt Jubel- Katerstimmung auf den drei Inseln zwischen Madagaskar und Mosambik. Die Komoren stecken in einer akuten Wirtschaftskrise.

Auf den Komoren gibt es maximal sechs Stunden pro Tag Strom. Und auch Wasser gibt es nur wenig, da die Versorgungsgesellschaft sich das Öl zum Antrieb der Pumpen nicht leisten kann. Die Beamten wurden seit mehr als vier Monaten nicht mehr bezahlt. Und so steigen die sozialen Spannungen. Das spürt man auch in der Luftfahrt. Alle komorischen Fluglinien leiden.

Komoren verlangen höhere Steuer

Eine davon stellte nun gar den Betrieb ein. Int'Air Îles fliegt nicht mehr. Die Airline gibt aber weniger der Krise die Schuld für das Aus, sondern einem neuen Steuerregime. Flüge auf die Nachbarinsel Mayotte werden neu höher besteuert als vorher – genau so hoch wie inländische Ziele.  Das sei ein Problem, so die Fluglinie. Denn auf der zu Frankreich gehörenden Insel seien die Löhne zehn Mal höher Als Folge der neuen Taxen könne man nicht mehr gewinnbringend fliegen.

Mayotte wird von den Komoren nicht als unabhängig angesehen. Die Insel gehört zwar offiziell zu Frankreich, weil sich deren Bewohner 1975 in einem Referendum gegen die Unabhängigkeit ausgesprochen hatten. Doch die Komoren beanspruchen die Insel noch immer für sich.

Anmerkung vom 15. Juli: Inzwischen einigte sich die Airline mit der Regierung und nahm den Betrieb wieder auf.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack