Flughafen Gibraltar: Ein ewiger Zankapfel.

Drohung von SpanienGibraltar könnte britische Luftfahrt behindern

Spanien droht dem Vereinigten Königreich: Nur wenn der Flughafen Gibraltar ausgeklammert wird, sagt Madrid Ja zu einem Verbleib im gemeinsamen europäischen Luftverkehrsraum.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es geht um winzige 6,5 Quadratkilometer – also um eine Fläche kleiner als der Berliner Ortsteil Steglitz. Und doch wird seit 313 Jahren darum gestritten. 1704 trat Spanien Gibraltar an das Vereinigte Königreich ab. Bis heute bereut das südeuropäische Land diesen Deal und versucht ihn mit allen Mitteln rückgängig zu machen - zuerst militärisch, in der Neuzeit politisch. Dennoch kommt es auch jetzt noch ab und an zu Scharmützeln in den Gewässern

Und nun will Spanien Gibraltar als Joker in den Brexit-Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union nutzen. London will unbedingt erreichen, dass das Land auch nach dem Austritt in der European Common Aviation Area bleibt. Für die britischen Fluggesellschaften ist die Teilnahme amgemeinsamen europäischen Luftverkehrsraum absolut zentral. Er sichert den Zugang zu allen EU-Staaten und teilweise auch Drittländern. Das Vertragswerk war denn auch der wichtigste Pfeiler des Booms in der Branche in den letzten Jahrzehnten.

Flughafen in umstrittenem Gebiet

Doch Spanien will das nur zulassen, wenn Gibraltar ausgeklammert wird, so ein Diplomat kürzlich in einem Fachmagazin. Denn ein Einschluss des britischen Überseegebietes würde einer «Anerkennung des Anspruchs des Vereinigten Königreichs auf Gibraltar durch die EU» gleichkommen, so der Politiker. Spanien argumentiert schon länger, dass der Gibraltar Airport auf einem umstrittenen Gebiet liegt.

Der von Großbritannien errichtete Zaun markiert derzeit de facto die Grenze. Doch dieser Grenzverlauf wird von Spanien nicht anerkannt. 1703 sei nur das Gebiet von «Stadt und die Burg von Gibraltar und dem zugehörigen Hafen und den zugehörigen Verteidigungsanlagen und Befestigungen» abgetreten worden. Der Flughafen liegt außerhalb.

Eine halbe Million Passagiere

Spanien hat den Streit bereits mehrmals benutzt, um Luftfahrt-Abkommen zu blockieren. So liegen eine Neuregelung der Passagierrechte und der Slot-Verteilung deswegen auf Eis, wie die Zeitung Financial Times berichtet. Derzeit fliegen die britischen Anbieter British Airways, Easyjet und Monarch sowie Royal Air Maroc nach Gibraltar. 2015 haben 548.000 Passagiere den Flughafen benutzt.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier