Modell einer Embraer E190 von LGW: Wird vielleicht nie in Realität zu sehen sein.

Aus für German-Airways-TochterLGW Luftfahrtgesellschaft Walter ist insolvent

Eurowings kündigte den Wet-Lease-Vertrag mit der Regionalfluglinie. Das bedeutet das Aus für die Luftfahrtgesellschaft Walter. Sie geht in die Insolvenz.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die nächste Airline geht im Zuge der Corona-Krise in die Knie: Die Luftfahrtgesellschaft Walter LGW hat beim Amtsgericht Düsseldorf Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. «Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation in der Luftfahrtindustrie fehlt die dauerhafte positive wirtschaftliche Perspektive für die Regionalfluggesellschaft», teilt die Zeitfracht-Gruppe als Eigentümerin mit.

«Wir hatten unsere 15 Flugzeuge vom Typ De Havilland Dash 8 in einer längerfristig angelegten Kooperation exklusiv bei Eurowings im Einsatz», sagt Geschäftsführer Dominik Wiehage. Die Lufthansa-Billigairline habe den Wet-Lease-Vertrag mit LGW vor dem Hintergrund der Pandemie aber kurzfristig beendet. «Nach Aufkündigung der Zusammenarbeit haben wir uns intensiv um Beschäftigung für unsere Flugzeuge in ganz Europa bemüht», so Wiehage.

354 Beschäftigte betroffen

«Aufgrund des praktisch vollständigen Stillstands des Luftverkehrs waren diese Bemühungen bislang leider nicht erfolgreich», so der Manager weiter. Man werde dies in der Eigenverwaltung aber weiterhin versuchen. Angesichts des Überangebots am Markt wird das allerdings nicht einfach.

Die  Luftfahrtgesellschaft Walter beschäftigt derzeit 354 Personen, 294 davon als Piloten und Flugbegleiter, 60 am Boden in Technik und Verwaltung. «Es tut uns sehr leid für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LGW», so Wiehage. Alle seien «sehr gut ausgebildete, sehr motivierte und sehr kundenorientierte» Angestellte, so der Geschäftsführer.

Flugzeuge in Bratislava

Die Flotte von 15 De Havilland Dash 8 ist derzeit am Flughafen der slowakischen Hauptstadt Bratislava abgestellt. Ursprünglich war geplant, von den Turbopropmaschinen durch Embraer E190 zu ersetzen. Das hätte bis 2022 geschehen sollen.

LGW trat zusammen mit der anderen Zeitfracht-Airline WDL Aviation seit einiger Zeit unter der Marke German Airways am Markt auf. Auch die andere Airline ist angeschlagen. Der wichtigste Kunde von WDL ist Braathens – und die Fluggesellschaft meldete im April Insolvenz an. Ob die schwedische Regionalfluglinie wie geplant zurückkehrt, ist unsicher.

Neue Verantwortliche

Zum vorläufigen Sachwalter der LGW wurde am Mittwoch (22. April) der Rechtsanwalt Dirk Andres bestellt. Zudem tritt Rechtsanwalt Michael Wilbert in die Geschäftsführung des Unternehmens als weiterer Geschäftsführer ein.

Mehr zum Thema

Blick aus dem Cockpit auf einen German-Airways Jet in den Farben von Braathens: Was wird aus der schwedischen Airline?

Harter Schlag für German Airways

Embraer E190 von WDL Aviation: Auch LGW bekommt brasilianische Flieger.

LGW wechselt von Dash 8 auf Embraer E190

Flugzeug von German Airways: Muss womöglich einer neuer Name her?

German Airways erhält Widerspruch gegen Namen

Flieger on Silver Airways: Hebt nicht mehr ab.

Silver Airways stellt alle Flüge ein

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca