Ein Testflugzeug mit der Elas-Technologie: Die Ventilatoren und Lamellen sollen den auftreib verbessern.

Retrofit-LösungLamellen machen Cessna 172 oder Piper PA-28 zu agileren Flugzeugen

Eine Firma aus den USA tüftelt an einem Nachrüstset für Klassiker wie die Cessna 172 oder Piper PA-28. Es soll Kleinflugzeugen zu mehr Auftrieb verhelfen, die Sicherheit erhöhen und die Flugeigenschaften verbessern.

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Die Cessna 172 ist ein Verkaufsschlager. Das einmotorige Leichtflugzeug wurde bis heute mehr als 44.000 Mal gebaut. Den zweiten Platz in der Liste der meistgebauten Flugzeuge, die heute noch produziert werden, belegt die Piper PA-28 mit über 37.000 produzierten Exemplaren. Der dritte Platz geht wieder an Cessna. Die Cessna 182 oder Skylane wurde bisher rund 22.000 Mal gebaut.

Die Entwürfe der drei Flugzeuge stammen aus den 50-er und 60-er Jahren. Über die Jahrzehnte wurden sie mehrfach modernisiert und mit neuester Technik ausgestattet. Aber das Grunddesign hat sich kaum verändert. So sind technische Daten wie Steigrate, maximales Start- und Landegewicht und Reichweite beispielsweise bei der Cessna 172 nahezu identisch geblieben.

Mehr Auftrieb durch Lamellen und Ventilatoren

Damit auch Klassiker, wie die Cessna 172 oder Piper PA-28 von Verbesserungen profitieren können, entwickelt der amerikanische Flugzeughersteller Cub Crafters verschiedene Retrofit-Lösungen. Sie verbessern die Flugeigenschaften. Das aktuellste Projekt: Elas, eine Technologie, die den Auftrieb deutlich erhöhen soll.

Elas steht für Electric Lift Augmenting Slat. Dabei werden an der Vorderkante der Tragflächen Hebelamellen befestigt, die mit mehreren elektrischen Kanalventilatoren ausgestattet sind. In der Kombination wird die Geschwindigkeit des Luftstroms über der Oberseite des Flügels erhöht. Abhängig von der jeweiligen Tragflächengeometrie erhöht Elas den Auftrieb um den Faktor 1,5 bis 4. Wird das System nicht genutzt, kann es eingefahren werden.

Kein hoher Preis

Das soll Flugzeuge auch bei langsamen Geschwindigkeiten handhabbarer und damit sicherer machen. Die Strömungsabriss-Geschwindigkeit wird reduziert. Zusätzlich werden kurze Startstrecken, steilere Anflüge, langsamere Landegeschwindigkeiten und kürzere Landegeschwindigkeiten möglich. Laut Patrick Horgan, Geschäftsführer von Cub Crafters, seien die Anschaffungs- und Betriebskosten vergleichsweise niedrig.

Das amerikanische Unternehmen arbeitet seit 2015 an verschiedenen neuen Konzepten. Nach einer internen zweijährigen Testphase setzte sich die Kombination aus Ventilatoren und Lamellen durch. 2021 erhielt Elas das US-Patent. Aktuell befindet sich das System in der Flugtestphase.

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