PilotenfehlerLuxair muss Embraer länger behalten

Die luxemburgische Nationalairline muss ihre alten Embraer länger einsetzen. Schuld ist der Unfall in Saarbrücken. Wer daran Schuld hat, ist nun klar.

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Eigentlich wollte Luxair im Frühjahr mit der Erneuerung der Flotte beginnen. Die letzten 4 verbliebenen knapp 15-jährigen Embraer 145 sollten dann nach und nach durch Bombardier Dash 8Q-400 ersetzt werden. Der Austausch hilft sparen, denn die Turboropmaschinen sind sparsamer als die Jets aus Brasilien.

Doch nun verzögert sich der Wechsel auf den neuen Flugzeugtyp. Statt im Frühjahr wird er erst im Herbst umgesetzt, wie Luxair-Generaldirektor Adrien Ney bei einer Pressekonferenz erklärte. Schuld ist der Unfall in Saarbrücken von Ende September. Die verunglückte Bombardier Dash 8Q-400 ist noch nicht repariert worden. Derzeit ist noch nicht einmal klar, ob sie wieder flugtüchtig gemacht werden kann.

Sommerflugplan könnte nicht eingehalten werden

Vor Mitte des Jahres wird die Dash 8 auch im besten Fall nicht mehr zur Verfügung stehen. Luxair fehlt daher im Sommer ein Flugzeug. Nur so könne man den Sommerflugplan einhalten, so Ney gemäß der Zeitung Luxemburger Wort.

Inzwischen ist auch klar, weshalb es zur Bruchlandung in Saarbrücken kam. Die Maschine hatte offenbar entgegen der ersten Erkenntnis gar nie abgehoben. Schuld daran ist die Kopilotin. Sie hatte gemäß Ney den Hebel zum Einzug des Fahrwerks zu früh eingezogen - als das Hauptfahrwerk sich noch auf der Piste befand.

Kopilotin darf nicht mehr fliegen

Der Pilot reagierte daraufhin schnell, da die Dash 8 bereits die maximale Startgeschwindigkeit erreicht hatte. Er brachte das Flugzeug ohne Probleme zum Stillstand, niemand wurde verletzt. Die Kopilotin darf nicht mehr fliegen und wurde von Luxair an den Boden versetzt.

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