Lufthansas «Sleeper’s Row»: Kissen, Decke und Auflage aus der Business Class.

In Boeing 747-8Lufthansa testet Schlafcouch in der Economy Class

Die Fluglinie nutzt die Corona-Krise für einen Test. Noch bis Mitte Dezember können Economy-Passagiere auf der Route Frankfurt - São Paulo eine Schlafreihe buchen.

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Im Sommer 2019 fragte Lufthansa in einer Online-Umfrage, wie den Kunden diverse Zusatzleistungen gefallen würden. Darunter befand sich auch ein Angebot namens Schlafcouch. «Entspannen Sie und nutzen Sie eine Reihe von Standardsitzen, die zu einer Couch umgebaut werden können – ideal für Paare und Reisende mit Kindern», hieß es.

Nun macht Lufthansa den nächsten Schritt: Sie testet die Schlafcouch seit dem 18. November in der Economy Class auf der Route Frankfurt – São Paulo – Frankfurt. Die Flüge LH 506/507 führt die Airline mit Boeing 747-8 durch. Lufthansa nennt das Angebot im Englischen Sleeper’s Row (Schlafreihe). Dazu gehört die Reservierung einer ganzen Sitzreihe, bestehend aus drei oder vier Sitzen, ein Business-Class-Set, bestehend aus Kissen, Sitzauflage und Decke, sowie Priority Boarding mit den Business-Class-Passagieren.

Gebucht wird derzeit direkt am Flughafen

Die Sleeper’s Row kostet 260 Dollar oder umgerechnet knapp 220 Euro. Allerdings wirbt Lufthansa mit einem «Spezialpreis». Zum Vergleich: In der Umfrage 2019 war für die Strecke Frankfurt - New York im Airbus A380 von 530 Euro für die Schlafcouch die Rede.

Im Rahmen des Tests muss die Schlafreihe am Flughafen gebucht werden, entweder beim Check-in oder am Gate. Lufthansa betont, die Zahl der angebotenen Reihen sei begrenzt und wer zuerst Interesse bekunde, komme zum Zuge. Das heißt: Die Fluglinie macht die Schlafcouch nicht im Voraus reservierbar, sondern verkauft nur Sitze, die eh frei bleiben - was aufgrund der Corona-Krise einige sein dürften. Der Test läuft bis Mitte Dezember.

Bei Condor liegt die Schlafcouch auf Eis

Das Konzept, aus drei Sitzen ein Sofa zu machen, haben etliche Airlines schon eingeführt, Vorreiter war Air New Zealand. Auch der deutsche Ferienflieger Condor arbeitete 2019 an einem solchen Angebot, nachdem die damalige Schwester Thomas Cook Airlines es bereits eingeführt hatte. Die Insolvenz des Mutterkonzerns sorgte bei Condor dann allerdings für andere Prioritäten. Man halte die Idee weiterhin für gut, arbeite aber aktuell nicht an einer Umsetzung, sagte eine Condor-Sprecherin nun gegenüber aeroTELEGRAPH.

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