Der neuaufgelegte Langstreckenflieger Il-96-400 M konnte keine Kunden anlocken und wird daher nicht in die Serienproduktion gehen. Zwei Exemplare werden allerdings für die Regierung fertiggestellt. <a href="https://www.aerotelegraph.com/doomsday-plane-ilyushin-il-96-400-m-werden-weltuntergangsflugzeuge" target="_blank" rel="noopener">Sie könnten als sogenannte Weltuntergangsflugzeuge dienen</a>, die im Falle eines Atomkriegs, einer Katastrophe oder eines großen Konflikts als fliegender Befehlsstand dienen.

Doomsday PlaneIlyushin Il-96-400 M werden Weltuntergangsflugzeuge

Russland stoppt den Bau des Vierstrahlers. Einige wenige Exemplare der Ilyushin Il-96-400 M sollen aber als fliegende Kommandoposten dienen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Noch im Mai gab sich UAC optimistisch. Man befinde sich beim Bau der ersten Ilyushin Il-96-400 M im Zeitplan, teilte der russische Luftfahrtkonzern mit. Und er zeigte Aufnahmen von der Produktion des ersten Exemplares des Vierstrahlers im Werk Voronezh.

Doch Mitte Oktober hat das russische Verkehrsministerium einen Entwurf eines Regierungserlasses vorgestellt, der die Pläne von UAC und Ilyushin infrage stellt. Er sieht vor, Subventionen zur Unterstützung der heimischen Flugzeugindustrie umzuverteilen. Die 13,8 Milliarden Rubel oder umgerechnet 153 Millionen Euro, die für die Herstellung und Vermarktung der neuen Il-96-400 M vorgesehen waren, sollen gemäß dem Vorschlag in andere Projekte fließen.

Ersatz von Iluyshin Il-80

Der Schritt ist nachvollziehbar. Auch wenn die russischen Ingenieure seit Jahren am Projekt arbeiten, fand UAC-Tochter Ilyushin bisher keinen einzigen Käufer für den modernisierten Vierstrahler, der 9,35 Meter länger ist als sein Vorgänger und in drei Klassen 305 Passagiere fasst. Dennoch könnten noch einige wenige Ilyushin Il-96-400 M gebaut werden.

Wie die Nachrichtenagentur Tass schreibt, plant Russland ihre aktuellen Weltuntergangsflugzeuge oder Doomsday Planes, wie sie auf Englisch genannt werden, zu ersetzen. Heute werden vier Ilyushin Il-80 dafür eingesetzt. Künftig sollen es Il-96-400 M sein, so der Bericht.

Auch die USA besitzt solche Flieger

Weltuntergangsflugzeug ist eine inoffizielle Bezeichnung für einen Flieger, der im Falle eines Atomkriegs, einer Katastrophe oder eines großen Konflikts eingesetzt wird. Wenn wichtige staatliche Infrastruktur bedroht ist, kann er als fliegender Befehlsstand dienen. Nur wenige Länder besitzen solche fliegenden Kommandoposten. In den USA werden Boeing E-4B – eine Weiterentwicklung der 747-200 B – eingesetzt.

Die Weltuntergangsflugzeuge haben die Hauptaufgabe, die wichtigsten Entscheidungsträger eines Staates wie Staatschefs oder Generäle aus der Konfliktzone zu bringen. Sie besitzen diverse voneinander unabhängige Kommunikationseinrichtungen, Systeme zur Abwehr von Angriffen und analoge Instrumente, um gegen Cyberattacken immun zu sein. Sie besitzen zudem außer im Cockpit keine Fenster und können in der Luft aufgetankt werden und so mehrere Tage in der Luft bleiben. Daneben finden sich an Bord Schlaf-, Arbeits- und Konferenzräume.

Erster Ersatz fliegt nicht wirklich

Russland hatte bereits vor einigen Jahren angekündigt, die Ilyushin Il-80 zu ersetzen, damals mit Il-96-400. Und ein Exemplar wurde 2016 auch geliefert. Aber ob der neue Jet wirklich eingesetzt wird, ist unklar, und die Sowjetflieger aus den späten Achtzigerjahren sind weiterhin im Einsatz.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der Iluyshin Il-96-400 M und von russischen und amerikanischen doomsday planes.

Mehr zum Thema

Als Passagierflugzeuge gebaut, soll das Modell nun offenbar Weltuntergangsflugzeug werden.

Neue Ilyushin Il-96 kommt voran

Erster Prototyp der Il-96-400M in der Werkshalle: Erstflug nicht mehr in diesem Jahr.

Neue Ilyushin Il-96 hat noch immer keine Kunden

So könnte die neue Il-96-400M innen aussehen: Zu erkennen ist eine 3-3-3-Bestuhlung in der Economy Class ...

Ilyushin zeigt erstmals Interieur der neuen Il-96

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier