Flughafen Heathrow mit der dritten Piste: Gut oder schlecht für London?

FlughafenerweiterungHeathrow will mit Nachtflugsperre Ausbau retten

Eigentlich hatte Heathrow sich lange gegen ein Nachtflugverbot gesträubt. Doch nun gibt der Flughafen nach und hofft, so eine dritte Landebahn durchringen zu können.

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Zwischen den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick herrscht ein erbitterter Kampf: Wer erhält den Zuschlag für eine Erweiterung und damit eine Kapazitätsausweitung in der Themsemetropole? Besonders um den Bau einer dritten Piste in Heathrow – der wurde von einer Expertenkommission empfohlen – ist ein emotionaler und heftiger Streit entbrannt.

Neben Umweltschützern sind es auch Anwohner, die sich über den zusätzlichen Lärm beklagen, der durch eine Erweiterung von Heathrow entstehen würde. Nun ist das Flughafenmanagement kompromissbereit. Der Flughafen bietet laut einem Bericht der Zeitung The Telegraph an, Flüge zwischen 23:00 Uhr und 5:30 Uhr ganz zu stoppen, sollte eine dritte Piste gebaut werden. Derzeit sind pro Jahr 5800 Nachtflüge erlaubt  fast 16 jede Nacht.

Heathrow gibt nach

Ein solches Nachtflugverbot hatte auch die Expertenkommission empfohlen. Doch Heathrow hatte sich lange dagegen gesträubt. Der Grund: Vor allem lukrative Flüge nach Asien würden dadurch eingeschränkt. Offenbar fürchtet man sich beim Londoner Flughafen aber nun, dass ohne die Zugeständnisse der Bau blockiert wird. An anderen Orten wird ein solches Nachtflugverbot gerade als Argument für die großen Nachteile gegenüber den Golfairlines vorgebracht. In Dubai beispielsweise wird rund um die Uhr gestartet und gelandet.

Gatwick-Chef Stewart Wingate ließ es sich nicht nehmen, den Schritt des Konkurrenten gehässig zu kommentieren: «Das ist ein letzter verzweifelter Schritt eines Projektes, das immer wieder versagt hat», so Wingate. Heathrow würde sämtliche Umwelttests nicht bestehen und die Kosten würden explodieren. Wingate will eine zweite Piste für den Flughafen Gatwick statt der dritten Heathrow-Start- und -Landebahn.

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