Verschiedene Kameras lassen den Roboter sehen.

Test in den USADer Kopilot ist ein Roboter

Noch klingt die Vorstellung eines Roboterpiloten absurd. Doch erste erfolgreiche Tests laufen bereits. Und wollen Vorteile von automatisierten Crews aufzeigen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Menschen machen Fehler. Und gerade in der Luftfahrt kann das tödliche Folgen haben. Müdigkeit, Panik, Irrationalität  – all die Eigenschaften, die Menschen menschlich machen, können sich Piloten eigentlich nicht erlauben… und können sie trotzdem nicht verhindern. Dennoch ist die Vorstellung eines Cockpits ohne menschlichen Piloten hinter dem Steuer für viele noch absolut abwegig.

Dass es funktionieren kann, zeigen nun Aufnahmen der Forschungsabteilung der US Army.  Die Ingenieure des Defense Advanced Research Projects Agency Darpa haben Alias entwickelt. Die Abkürzung steht für Aircrew Labor In-Cockpit Automation System, was übersetzt und etwas verkürzt bedeutet: Der Pilot ist ein Roboter.

Der Roboter sieht dank Kameras

Alias nutzt im Cockpit verschieden positionierte Kameras, die alle Instrumente, Schalter und Anzeigen im Blick haben. Der Roboter nutzt dann alle verfügbaren Informationen um ein eigenes Computerprogramm damit zu füttern und darauf basierend zu handeln. Für die Bedienung des Steuerknüppels hat Alias einen Roboterarm.

Entwickelt wurde der Roboterpilot eigentlich als Kopilot für Militärpiloten. Er soll dafür sorgen, dass weniger Piloten pro Mission gebraucht werden und dass diese sich auf kritische Phasen einer Mission besser konzentrieren können. Doch auch der Einsatz eines Roboters im Passagierflieger ist langfristig nicht völlig abwegig.

Bald auch Stimmerkennung

Getestet wurde Alias bisher mit zwei Flugzeugtypen. Dem Diamond DA42 und der Cessna Caravan (siehe Video in der oben stehenden Bildergalerie). Laut Darpa befindet man sich derzeit in Phase zwei der Tests. In einem nächsten Schritt soll Alias mit einer Stimmerkennungssoftware ausgestattet werden. Das würde dem Roboter ermöglichen, auf mündliche Eingaben des Piloten zu reagieren und der Pilot könnte mit dem Roboter reden wie mit einem menschlichen Kopilot.

Auch in Europa ist das nicht ganz abwegig. In der Arbeitsgemeinschaft Across (Advanced Cockpit for Reduction of Stress and workload) haben sich schon vor einiger Zeit die EU-Kommission und 34 weitere Teilnehmer, zu denen auch Airbus, Boeing, Dassault oder das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt oder die Luftfahrt-Zulieferer Thales und Continental sowie die Technische Universität Braunschweig und das Trinity College in Dublin gehören, zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam erforschen, ob es möglich sein kann, zivile Flieger mit nur einem Piloten im Cockpit zu betreiben.

Mehr zum Thema

Pilotin und Kopilotin: Bald alleine unterwegs.

Fliegen ohne Kopilot?

Rollen an Hamburgs Flughafenzaun entlang: selbstfahrende Roboter.

Am Flughafen Hamburg patrouillieren bald KI-Roboter auf Rädern

Roboter von GMO und Flugzeug von JAL: Eine gute Kombination?

Humanoide Roboter sollen in Japan künftig Flugzeuge beladen und reinigen

«Roboterhund» Spot: Erkennt Paletten und passende Lagerplätze.

Airport München setzt auf Roboterhund und andere Helfer

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies