Antonov An-22Das größte Turbopropflugzeug der Welt stirbt aus

Sie ist ein Wunder sowjetischer Ingenieurskunst, wurde aber nur 67 Mal gebaut Jetzt legt die russische Armee ihre letzten Antonov An-22 still. Damit ist die Chance groß, dass das größte Turbopropflugzeugs der Welt nie wieder fliegen wird.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Die Sowjetarmee meldete in den 1950er-Jahren Bedarf für ein neues Transportflugzeug an. Sie wollte in der Lage sein, schwere Gerätschaften schnell über große Distanzen zu transportieren. Die Lösung lieferte Konstrukteur Antonov unter dem Projektnamen An-20. Später wurde daraus das Modell 100, und als der Prototyp 1964 erstmals präsentiert wurde, hieß der neue Megafrachter An-22.

Am 27. Februar 1965 absolvierte das fast 58 Meter lange und 12,5 Meter hohe Ungetüm mit einer Spannweite von 64,4 Metern seinen Jungfernflug. Mit seinen vier gegenläufigen Vierblattpropellern und dem auffälligen Doppelleitwerk ist die Antonov An-22 aber auch sonst ungewöhnlich. Und sie ist leistungsfähig. Wegen der hohen Nutzlast von 80 Tonnen bekam sie den Beinamen Antei, die russische Bezeichnung für Antaios, den Riesen aus der griechischen Mythologie. Beladen wird die An-22 über eine große Klappe im Heck.

Kein kommerzieller Erfolg

Ein kommerzieller Erfolg war die Antonov An-22 aber nie, obwohl sie bis heute den Rekord des größten Turbopropflugzeuges der Welt hält. Nur 67 Stück wurden gebaut. Die meisten davon wurden inzwischen verschrottet oder sind nicht mehr flugfähig. Antonov Airlines besitzt das letzte zivil genutzte Exemplar (Kennzeichen: UR-09307). Doch beim Angriff Russlands auf den Werksflughafen Hostomel bei Kyiv wurde es stark beschädigt.

Die russische Armee besitzt daneben die einzigen anderen noch aktiven An-22. Vier Exemplare (Kennzeichen RF-09309, RA-09329, RA-09341 und RA-09342) fliegen noch, zwei weitere stehen eingelagert am Militärflugplatz Migalovo (RA-08830 und RA-09344), wo auch die anderen stationiert sind. Doch nicht mehr lange.

Russland setzt auf Antonov An-124

Man werde nicht mehr mit den Antonov An-22 fliegen, sagte Generalleutnant Vladimir Benediktov kürzlich dem TV-Sender Solovyov Live. Die Luft- und Weltraumkräfte Russlands würden künftig ganz auf die An-124 setzen. Damit ist es eher unwahrscheinlich geworden, dass sich je wieder eine Antei in die Luft erheben wird.

Mehr zum Thema

Wunderwerk der Ingenieurskunst: Die Antonov An-22 absolvierte ihren Jungfernflug 1965.

Das größte Turbopropflugzeug der Welt fliegt wieder

Die Antonov An-24 mit dem Kennzeichen RA-47821 : landete am falschen Ort.

Antonov An-24 landet auf vereistem Fluss statt an Flughafen

Die verunglückte Antonov An-2: Offenbar wurde niemand verletzt.

Antonov An-2 liegt nach Notlandung auf dem Dach

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

Video

copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack
03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin