Jet von Gulfstream: Es gelten neue Regeln.

Gulfstream-JetsFür G500 und G600 gelten jetzt Windbeschränkungen

Die amerikanische Luftfahrtbehörde hat zusätzliche Beschränkungen dazu erlassen, unter welchen Windbedingungen Gulfstream G500 und G600 landen dürfen. Grund sind zwei harte Landungen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Das erste Mal passierte es am 6. Februar 2020. Bei starkem Wind legte eine Gulfstream G500 nachts eine harte Landung hin. Bei solchen Zwischenfällen sind Sinkgeschwindigkeit und Kraft höher als üblich - was zu Schäden am Flugzeug führen kann. Am 4. April 2022 wiederholte sich dies mit einer anderen Gulfstream und bei ähnlichen Verhältnissen.

Darauf reagiert die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA nun. Sie hat eine Lufttüchtigkeitsanweisung aus dem Jahr 2020 ersetzt und neue Beschränkungen erlassen. Diese bedeuten unter anderem, dass die maximale Windgeschwindigkeit für die Landung von Gulfstream G500 und G600 (einschließlich Böen) nun 15 Knoten beträgt, die maximale Windböe für die Landung fünf Knoten und der maximale Rückenwind für Start und Landung zehn Knoten. Anflüge müssen bei 1000 Fuß stabilisiert sein.

Zu hohe Sinkgeschwindigkeit

Der Hintergrund ist ein Softwarefehler des Alpha-Limiters (ein Anstellwinkel-Indikator, der das Überziehen eines Flugzeugs verhindert). Bei der Landung in instabiler Luft im Februar 2020 hatte der Alpha-Limiter des Flugsteuerungscomputers der Gulfstream eine unangemessen hohe Sinkgeschwindigkeit verursacht, was zu einer harten Landung und einem beschädigten Flugzeug führte.

Im April 2022 kam es dann unter ähnlichen Umständen zu dem zweiten Unfall mit einem anderen Flugzeug. Eine Analyse beider Ereignisse ergab, dass der unangemessene Alpha-Limiter-Eingriff durch Steuereingaben des Piloten bei instabilen atmosphärischen Bedingungen und böigen Winden in Kombination mit gespeicherten Referenzgeschwindigkeiten im System der Gulfstream verursacht wurde.

Herausforderung für Betreiber

Die neuen Beschränkungen stellen für die Betreiber von Gulfstream G500 und G600 eine Herausforderung dar, die damit oft über lange Strecken und viele Flugstunden unterwegs sind. Trotz guter Planung durch die Flugbesatzung ist nichts so unbeständig wie das Wetter. Und die Cockpitcrew darf nur im Falle eines Notfalls während des Fluges von der FAA-Anweisung abweichen. Gulfstream arbeitet an einer Modifikation des Systems.

Mehr zum Thema

Sicherheitsrats-Chef Oleksiy Danilov (rechts) vor dem Privatjet: Der Flieger arbeite jetzt für die Ukraine.

Gulfstream G650 von Putin-Freund wird zu Barrikade in Kyiv

Platz 2 teilen sich gleich sechs Jets: von Gulfstream G700, G650ER, G600 und G500 (im Bild) sowie von Bombardier Global 8000 und Global 7500. Alle erreichen einen MOM von 0.925.

Gulfstream verpasst G500 und G600 mehr Reichweite

ticker-usa

Erstmals seit 53 Jahren: Flughafen in Virginia erhält Zulassung für kommerzielle Flüge

Boeing 787 von American Airlines: Einige Dreamliner brauchen Flügelinspektionen.

US-Luftfahrtbehörde ordnet Riss-Prüfungen für Boeing 787 an

Video

Herabfallende Deckenverkleidung: Die passagiere waren in Panik.
Kurz nach dem Start in Mashhad geriet eine Boeing 737 von Sepehran Airlines in Schwierigkeiten. Videos zeigen heftige Vibrationen, durch die sich große Teile der Deckenverkleidung lösten und in den Gang fielen. Die Crew erklärte eine Luftnotlage und kehrte zum Flughafen zurück.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Mann auf dem Vorfeld in Paris: Mitarbeitende des Airports konnten ihn stoppen.
Ein Mann ist am Flughafen Paris-Charles de Gaulle offenbar durch die Sicherheitsbarrieren gelangt und bis aufs Vorfeld vorgedrungen. Flughafenmitarbeiter verfolgten ihn mit einem Dienstfahrzeug und konnten ihn stoppen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Die Notrutsche wird abtransportiert: Verzögerungen beim Abflug der Boeing 767 von Austrian Airlines.
Eine versehentlich ausgelöste Notrutsche sorgte bei einer Boeing 767 von Austrian Airlines in Montreal für Verspätung. Die Rutsche musste ausgebaut und die betroffene Tür gesperrt werden. Dadurch durften statt 209 nur noch 141 Passagiere mit nach Wien fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin