Kollision mit FeuerwehrautoFührte Fehlkommunikation zum Unfall des A320 Neo in Lima?

Bei dem Zusammenstoß eines Airbus A320 Neo und eines Feuerwehrwagens kamen in Lima zwei Menschen ums Leben. Nun kommen neue Details zum Unfall ans Licht.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Eigentlich wollte der Aeropuerto Internacional Jorge Chávez am Samstagmittag seinen Betrieb wieder aufnehmen. Doch er verschob die Wiedereröffnung auf Mitternacht. Am Sonntag (20. November) früh um 0:54 Uhr Ortszeit hob die erste Maschine wieder ab.

Zuerst mussten die Ermittler die Unfallstelle fertig inspizieren. Und das habe «aufgrund der Komplexität des Unfalls» länger als geplant gedauert, begründete der Flughafen von Lima. Nachdem die Ermittler ihre Arbeit getan hatten, musste das Wrack des Airbus A320 Neo von Latam von der Piste entfernt werden.

Neue Informationen aufgetaucht

Und nicht zuletzt galt es auch die Piste zu reparieren. So mussten der Belag und die Befeuerung streckenweis erneuert werden. Auch das habe länger als gedacht gedauert, auch wegen des ausgelaufenen Treibstoffs, so der Lima Airport.

Reparatur der Piste. Bild: Lima Airports

In der Zwischenzeit sind auch neue Informationen zum Unfallablauf aufgetaucht. Und sie werfen kein gutes Licht auf die Arbeit der Lotsen im Kontrollturm von Lima. Tonaufnahmen, die die Kommunikation wiedergeben, zeigen, dass in der Zeit des Unfalls drei verschiedene Personen im Kontrollturm zuständig waren – und die Zuständigkeiten offenbar nicht klar verteilt waren.

Wer erteilte die Genehmigung?

Eine Frau und zwei Männer sind auf den Aufnahmen zu hören, welche die Zeitung El Popular veröffentlicht hat. Die Frau gab dem in den Unfall involvierten Feuerwehrauto die Anweisung, zehn Minuten zu warten. Eine Erlaubnis, auf die Startbahn zu fahren, gab sie nicht. Gleichzeitig fand aber offenbar im Tower ein Schichtwechsel statt.

Laut den Aufnahmen könnte eine dritte Person die Genehmigung erteilt haben, wie ebenfalls auf der Aufnahme zu hören ist. Die Folge der Fehlkommunikation: Der Airbus A320 Neo von Latam mit dem Kennzeichen CC-BHB krachte mit der rechten Tragfläche in das Fahrzeug, das über die Piste fuhr. Dabei wurde auch das Triebwerk getroffen und das rechte Hauptfahrwerk knickte ein.

Zwei Feuerwehrleute kamen ums Leben

Zwei Feuerwehrleute kamen bei dem Unfall ums Leben, ein dritter wurde schwer verletzt. An Bord des Airbus A320 Neo von Latam gab es 36 Verletzte, vier davon schwer, aber keine Todesopfer.

Mehr zum Thema

Airbus A320 Neo von Latam stößt auf Piste mit Fahrzeug zusammen

Airbus A320 Neo von Latam stößt auf Piste mit Fahrzeug zusammen

Bombardier CRJ700 von Gojet Airlines: Regionaljet verirrte sich auf Piste, auf der eine Embraer ERJ-145 startete.

«Es war pures Glück, dass es keine Kollision gab»

Boeig 737 von Aeroflot: Eine solche Maschine traf den Mann tödlich.

Mann von startender Boeing 737 getötet

ticker-peru

Saab, Dassault oder Lockheed Martin? Peru verschiebt milliardenschweren Kampfjet-Deal

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies