Warnschild in St. Maarten: Es wird nicht von allen beachtet.

Zu nah am startenden JetFrau stirbt bei riskanter Aktion in St. Maarten

Flugzeugfans genießen es, sich in St. Maarten am Ende der Piste von den Triebwerken wegwehen zu lassen. Das hatte für eine Frau nun tödliche Folgen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Der Princess Juliana Airport auf der Karibikinsel St. Maarten ist wohl der bekannteste Planespotter-Ort der Welt: Nur einige Meter über dem öffentlichen Strand fliegen dort landende Flugzeuge vorbei, bevor sie auf der Piste aufsetzen. Und auch die startenden Jets sind eine Attraktion – wenn auch eine gefährliche.

Touristen klammern sich immer wieder an den Zaun hinter der Piste 10/28, um den Jet blast zu spüren und sich davon wegdrücken zu lassen. Das ist der Luftstoß, den die Triebwerke abgeben, wenn sie auf voller Leistung laufen. Das hat nun eine Frau aus Neuseeland das Leben gekostet. Trotz Warnzeichen war die 57-Jährige dem Flugzeug zu nah gekommen.

Große Warnschilder

Einige Medien berichten, dass sich die an den Zaun geklammert hatte. So oder so war der Rückstoß der Triebwerke zu stark und wehte sie um. Dabei verletzte sich die Touristin am Kopf. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, doch es war zu spät. Sie erlag ihren Verletzungen.

Auf St. Maarten ist man sich der Gefahr bewusst. Aus diesem Grund sind auch große Warnschilder um den Flughafen herum angebracht. «Nicht hier stehen. Gefahr. Jet Blast.», steht darauf. Doch für viele Flugzeugliebhaber ist das kein Hindernis. Sich einmal von Triebwerken anwehen lassen steht auf ihrer Wunschliste.

Kommt die Sperrung?

Der Tourismusdirektor der Insel hat bereits mit der Familie der Frau gesprochen. «Die Familie weiß, dass das, was sie getan haben, falsch war. Aber so oder so tut es mir unglaublich leid, dass es den schlimmstmöglichen Ausgang hatte», zitiert ihn die Zeitung New Zealand Herald.

Zuletzt wurde am Flughafen vor rund fünf Jahren eine junge Frau verletzt, die den Schub der Triebwerke ebenfalls unterschätzt hatte. Sie überlebte den Zwischenfall aber. Schon damals wurde allerdings spekuliert, ob der Strand hinter dem Airport gesperrt werden könnte. Solche Diskussionen könnten nun wieder aufkommen.

Mehr zum Thema

Die wirklich tollste Perspektive

Die wirklich tollste Perspektive

KLM-Jumbo pustet Autos kaputt

KLM-Jumbo pustet Autos kaputt

St Lucia Blick von Anse Chastenet auf Grand und Petit Piton

Saint Lucia: Runter vom Strand!

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Air-France-Flug in die Karibik endet in kanadischer Kälte

Video

Boeing AH-64 Apache - in 19 Armeen rund um den Erdball unterwegs
Militärfluggeräte kommen und gehen. Der Apache bleibt. Der Kampfhubschrauber flog vor mehr als 50 Jahren zum ersten Mal und wird wohl noch bis 2060 im Dienst der US Army und weiterer Armeen bleiben. Dies liegt nicht nur an seiner Panzerung und seiner Wendigkeit.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
leav damakus syrien wassersalut
Mit Leav fliegt wieder eine deutsche Fluglinie nach Syrien und baut ihr Angebot direkt aus. Sundair soll bald folgen. Auch Eurowings zeigte in der Vergangenheit Interesse - will aktuell aber noch nicht wieder das Land ansteuern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies