Warnschild in St. Maarten: Es wird nicht von allen beachtet.

Zu nah am startenden JetFrau stirbt bei riskanter Aktion in St. Maarten

Flugzeugfans genießen es, sich in St. Maarten am Ende der Piste von den Triebwerken wegwehen zu lassen. Das hatte für eine Frau nun tödliche Folgen.

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Der Princess Juliana Airport auf der Karibikinsel St. Maarten ist wohl der bekannteste Planespotter-Ort der Welt: Nur einige Meter über dem öffentlichen Strand fliegen dort landende Flugzeuge vorbei, bevor sie auf der Piste aufsetzen. Und auch die startenden Jets sind eine Attraktion – wenn auch eine gefährliche.

Touristen klammern sich immer wieder an den Zaun hinter der Piste 10/28, um den Jet blast zu spüren und sich davon wegdrücken zu lassen. Das ist der Luftstoß, den die Triebwerke abgeben, wenn sie auf voller Leistung laufen. Das hat nun eine Frau aus Neuseeland das Leben gekostet. Trotz Warnzeichen war die 57-Jährige dem Flugzeug zu nah gekommen.

Große Warnschilder

Einige Medien berichten, dass sich die an den Zaun geklammert hatte. So oder so war der Rückstoß der Triebwerke zu stark und wehte sie um. Dabei verletzte sich die Touristin am Kopf. Sie wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, doch es war zu spät. Sie erlag ihren Verletzungen.

Auf St. Maarten ist man sich der Gefahr bewusst. Aus diesem Grund sind auch große Warnschilder um den Flughafen herum angebracht. «Nicht hier stehen. Gefahr. Jet Blast.», steht darauf. Doch für viele Flugzeugliebhaber ist das kein Hindernis. Sich einmal von Triebwerken anwehen lassen steht auf ihrer Wunschliste.

Kommt die Sperrung?

Der Tourismusdirektor der Insel hat bereits mit der Familie der Frau gesprochen. «Die Familie weiß, dass das, was sie getan haben, falsch war. Aber so oder so tut es mir unglaublich leid, dass es den schlimmstmöglichen Ausgang hatte», zitiert ihn die Zeitung New Zealand Herald.

Zuletzt wurde am Flughafen vor rund fünf Jahren eine junge Frau verletzt, die den Schub der Triebwerke ebenfalls unterschätzt hatte. Sie überlebte den Zwischenfall aber. Schon damals wurde allerdings spekuliert, ob der Strand hinter dem Airport gesperrt werden könnte. Solche Diskussionen könnten nun wieder aufkommen.

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