777 F von Ethiopian Cargo: Internationale Fracht-Airlines werden in Nigeria über den Tisch gezogen.

Illegale GebührenFrachtairlines verlassen Nigeria oftmals mit leeren Jets

Willkürliche Gebühren und Erpressung machen es internationalen Frachtfluggesellschaften schwer, Güter aus Nigeria zu exportieren. Manche verlassen das Land jetzt mit leeren Flugzeugen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Nigeria exportiert außer Öl kaum etwas. Eigentlich will die von Präsident Muhammadu Buhari geführte Regierung als Reaktion auf das Handelsbilanzdefizit bürokratische Hürden abbauen, um den Export zu stärken und weniger vom Öl abhängig zu sein.

Doch in der Luftfahrt passiert gerade genau das Gegenteil. Die absurde Lage führte dazu, dass manche Frachtflugzeuge Nigeria sogar komplett leer verlassen haben. Stattdessen wurden sie erst in Nachbarländern beladen. Nun fliegt kaum noch eine Frachtairline das Land an.

Zusatzgebühr für Pflanzenquarantäne

Grund dafür sind willkürliche Gebühren und Erpressung, die den Warenexport verteuern oder mitunter komplett unmöglich machen. Darunter leidet vor allem auch die nationale Landwirtschaft. Der Opposition zufolge liegt das Import-Export-Verhältnis des Landes aktuell bei katastrophalen 87 zu 13.

Der Luftfrachmarkt wird durch illegale Gebühreneintreiber sabotiert. Wie die nigerianische Zeitung The Guardian berichtet, werden Airlines zurzeit für die fragwürdigsten Dinge zur Kasse gebeten. Da wären zum Beispiel Servicegebühren für angebliche Pflanzenquarantäne und Hygienezertifizierung. Sogar einige staatliche Institutionen wollen sich auf diese Weise offenbar ein bisschen Geld einstecken, darunter etwa die polizeiliche Bomben-Aufspür-Truppe oder die Standardisierungsbehörde.

Senat schaltet sich ein

Von 16 verschiedenen Gebühren seien nur fünf offiziell erlaubt. Das Problem ist mittlerweile auch Thema für den nigerianischen Senat geworden. Seit Ende September arbeitet er an einer Lösung. Versucht wird, in Zusammenarbeit mit Frachtabfertigern einen «annehmbaren vereinheitlichten Entwurf» einzuführen, der illegale Gebühren bei der Warenausfuhr verhindern soll.

Wiederholt warnte der Airline-Dachverband Iata auch davor, dass mehrere Länder, darunter Nigeria, erzielte Umsätze von Fluggesellschaften «festhalten» würden, also Einnahmen nicht ausführen lassen. In dem afrikanischen Staat belaufe sich die Zahl an feststeckenden Finanzmitteln auf rund 125 Millionen Euro.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von Arik Air: Mit Fliegern dieser Airline geht NG Eagle an den Start.

NG Eagle startet als neue Nationalairline von Nigeria

ticker-russland

Putin lädt afrikanische Airlines zu Flügen nach Russland ein

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies