Airbus A350 F: Atlas Air wird zum größten Kunden.

Order von 20 A350 FAtlas Air holt sich erstmals Airbus-Jets in die Flotte

Der Wet-Lease-Spezialist setzt erstmals auf Airbus – und gleich in großem Stil. Mit einer Bestellung über 20 A350 F wird Atlas Air zum größten Kunden des neuen Frachters. Gleichzeitig überschreitet Airbus die Marke von 100 Bestellungen.

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Manche Branchenmeldungen liest man – und nickt einfach. Andere sorgen für Erstaunen. So wie jene Nachricht, die Airbus am Montagnachmittag (16. März) verschickte. Atlas Air hat eine feste Bestellung über 20 A350 F platziert, heißt es darin. Es ist eine Nachricht, die es gleich mehrfach in sich hat.

Erstens wird Atlas Air damit auf einen Schlag zum größten Betreiber des A350-Frachters. Zweitens setzt der Fracht-Wet-Lease-Spezialist aus den USA damit erstmals auf ein Flugzeug von Airbus. Aktuell setzt er auf Boeing 747-400 F sowie 747-8 F, Boeing 767 F und 777 F. Drittens gewinnt der europäische Flugzeugbauer erstmals einen Kunden aus Amerika für seinen neuen Frachter.

Atlas Air bringt Ordertotal auf über 100 Exemplare

Viertens ist es die bislang größte Order überhaupt für das Modell. Und fünftens springt dieses nun über die 100er-Marke und weist nun 101 feste Bestellungen auf. Boeing hat für den neuen Frachter 777-8 F bisher erst 68 Bestellungen eingesammelt. «Wir sind stolz darauf, der größte Kunde für den Airbus A350 F zu werden und uns damit frühe Auslieferungstermine für dieses Flugzeug der nächsten Generation gesichert zu haben», kommentiert Atlas-Air-Chef Michael Steen.

Airbus stellt derzeit in Toulouse zwei Testexemplare des Frachters fertig (Kennzeichen F-WXLD und F-WCGO). Beide werden eine rund neun Monate dauernde Flugerprobung absolvieren, die mit dem Erstflug im dritten Quartal 2026 beginnen soll.

Zulassung des Airbus A350 F im Jahr 2027

Das erste Flugzeug wird etwa 300 Testflugstunden absolvieren. Dabei stehen unter anderem Aerodynamik, Geschwindigkeit, Reiseflugleistung, aeroelastisches Flattern, Flugverhalten sowie Autopilot- und Autolandesysteme im Fokus. Das zweite Testflugzeug soll rund 110 Flugstunden fliegen. Hier konzentrieren sich die Tests vor allem auf Belüftungs- und Klimasysteme, Rauchtests, Starts bei geringer Sicht sowie ebenfalls Autopilot- und Autolandefunktionen. Parallel dazu sind täglich auch Bodentests mit unterschiedlichen Frachtarten geplant. Airbus strebt den Abschluss der Zulassung im zweiten Quartal 2027 an.

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