Französische Bulldogge: 38 Welpen überstanden den Flug nach Kanada nicht.

Flug von Ukraine International nach Toronto38 Welpen auf Flug nach Kanada verendet

An Bord einer Maschine von Ukraine International Airlines wurden 500 Welpen transportiert. 38 von ihnen starben, viele weitere kamen in miserablem Zustand in Kanada an. Jetzt ermitteln die Behörden.

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Die Arbeiter, die am 13. Juni am Toronto Pearson International Airport die Fracht aus dem Bauch der Boeing 767-300 holten, machten eine schockierende Entdeckung. Im Frachtraum der Maschine von Ukraine International Airlines befanden sich Kisten mit 500 Welpen. Das sind deutlich mehr Tiere, als bei den meisten Fluggesellschaften auf einem Flug mitgeführt werden dürfen.

Fit waren die jungen Hunde nicht mehr. 38 von ihnen waren auf dem fast zehnstündigen Flug verendet. Viele weitere kamen in miserablem Zustand an. Sie waren dehydriert oder schwer krank, wie der kanadische TV-Sender CBC berichtet. Ein professioneller Hundetrainer, der sich bei der Entladung wegen eines anderen Tieres vor Ort befand, beschrieb die Szene als «Horror-Show».

«Tragischer Verlust von Tierleben auf unserem Flug»

Jetzt untersucht die kanadische Lebensmittelbehörde Canadian Food Inspection Agency den Vorfall. Auch die Fluggesellschaft äußerte sich. «Jeder bei der Ukraine International Airlines bekundet sein Beileid für den tragischen Verlust von Tierleben auf unserem Flug», teilte sie bei Twitter mit. Man arbeite mit den lokalen Behörden zusammen, «um herauszufinden, was passiert ist, und um alle notwendigen Änderungen vorzunehmen, damit sich so etwas nicht wiederholt».

Tierschutzorganisationen vermuten, dass die Sendung von jungen französischen Bulldoggen von Schmugglern organisiert worden war. Die Ukraine wird in diesem Zusammenhang immer wieder genannt. Im Land existieren Zuchtfarmen, wo die Tiere unter schlechten Bedingungen aufgezogen und viel zu früh ins Ausland verschifft werden.

Französische Bulldoggen beliebt

Hinzu kommt, dass Flüge für Tiere mit stumpfen Nasen – wie eben den französischen Bulldoggen – besonders gefährlich sind. Sie haben anatomisch bedingt verengte Luftwege und neigen damit einhergehend zur Atemnot. Die ungewohnte Umgebung oder hohe Temperaturen an Abflug-, Transfer- oder Zielflughafen könnten das verstärken und zu Kreislaufproblemen bis hin zum Tod führen. Viele Airlines, darunter auch  Lufthansa, nehmen die  Tiere entsprechender Rassen denn auch gar nicht mehr mit.

Junge französische Bulldoggen können für mehrere tausend Dollar verkauft werden. Das ist für die Züchter Anreiz, möglichst viele Hunde zu züchten, die dann mit gefälschten Papieren versehen werden. Ein Video aus Kiew zeigt, wie die Hunde am Flughafen abgegeben worden sind.

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