Letzte Aktualisierung: um 20:29 Uhr
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Kindersitze

Forscher wollen Kleinkinder an Bord besser schützen

Kindersitze werden auch im Flugzeug verwendet. Bisher konnten sie nur mit unrealistischen Dummys getestet. Neue Computermodelle könnten Sie sicherer machen.

Sharon McCutcheon/Unsplash

Baby im Kindersitz: Forscher wollen die Sitze sicherer machen.

Flugzeugsitze sind für Erwachsene gemacht. Kleinkinder müssen auf dem Schoß ihrer Eltern oder auf für Flugzeugkabine zugelassenen Kindersitzen Platz nehmen. Doch diese haben ein Problem. Sie werden zwar getestet, aber mit Dummys, die schlicht denen für Erwachsene nachempfunden sind. Das ist nicht ausreichend.

Forscher der Universität Sheffield haben sich nun des Themas angenommen und wollen die Sicherheit für Kleinkinder in der Flugzeuge erhöhen – indem sie deren Knochenbau analysieren. Denn zwischen Geburt und dem Alter von drei Jahren unterscheidet sich das Skelett stark von dem Erwachsener. Daher reagieren die Kleinkinder auch anders, wenn sie Turbulenzen ausgesetzt sind.

Genaue Simulationen erstellen

Dies zu testen ist schwierig, aber die britischen Forscher haben es nun aber geschafft,  anhand von Computermodellen ziemlich genaue Simulationen zu erstellen. Sie basieren auf Computertomographie-Scans der Knochen von Kindern und sie ermöglichen es den Forschern, sie virtuell zu belasten, ohne dass dabei ein Kind zu Schaden kommt. «Bisher gibt es nur sehr wenig Erkenntnisse über die Knochenbeschaffenheitn kleiner Kinder», so Xinshan Li, die bei der Universität Sheffield für das Ingenieurswesen zuständig ist, zum Portal Aircraft Interiors international.

Die Erkenntnisse ihres Teams könnten Sitzherstellern laut Xinshan Li helfen, bessere Kindersitze für Autos, aber auch Flugzeuge herzustellen. Man forsche weiter mit Hochdruck an dem Thema und werde die Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen suchen.



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