Embraer 190 von Flynonstop: Die Airline lebte nur kurz.

Nur 13 Passagiere pro Flug

Mit großen Ambitionen startete Flynonstop. Sechs Monate später ist die junge norwegische Airline pleite. Die Auslastung war katastrophal.

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Im Sommer noch war Espen Hennig-Olsen voller Zuversicht. Man habe aus den anfänglichen Fehlern gelernt und baue nun das Geschäft neu auf, sagte der Gründer von Flynonstop im Juni zu aeroTELEGRAPH. Die Auslastung der Flüge betrage im Schnitt 35 bis 40 Prozent. «Das ist für eine sechs Wochen alte Fluggesellschaft wie Flynonstop nicht schlecht», so Hennig-Olsen. Und die Buchungen für den Herbst seien vielversprechend. Daraus wurde nichts. Ende Oktober stellte Flynonstop den Betrieb ein.

Vor einer Woche (29. Oktober) um 6 Uhr morgens groundete Flynonstop ihr einziges Flugzeug, eine Embraer 190. In den knapp sechs Monaten seit Aufnahme des Flugbetriebs hatte das Unternehmen Schulden von 54 Millionen Euro aufgetürmt. Am Ende sah sich das Management nicht mehr in der Lage, die Forderungen der Gläubiger zu begleichen. Es musste Insolvenz anmelden. Den Schulden stünden Vermögenswerte von nur 25 Millionen gegenüber, so Hennig-Olsen gegenüber dem Nachrichtenportal E24.

Eine minimale Auslastung

Die Hoffnung auf steigende Buchungszahlen scheint sich nicht bewahrheitet zu haben. Im Schnitt kam Flynonstop nur gerade 13 Passagiere pro Flug, wie der Gründer selbst zugeben muss. Mit anderen Worten: 87 Sitze bleiben stets frei.

Flynonstop wollte ursprünglich vom Flughafen Kjevik der Stadt Kristiansand 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Oslo nach Barcelona, Berlin, Dubrovnik, Nizza, London, Palma de Mallorca, Paris und Parma fliegen. Schnell zeigte sich, dass die Städteflüge nicht funktionierten. Paris und Berlin wurden nach nur einem Monat aus dem Flugplan gekippt, dafür kamen mehr Mittelmeerflüge hinzu. Und auf den Winter hatte Flynonstop Flüge nach Altenrhein geplant. Auch daraus wird nun nichts.

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