1-Penny-ÜbernahmeFlybe-Chefs setzten Aktionären Pistole auf die Brust

Virgin Atlantic und Partner haben sich beim Kauf von Flybe gegen ein anderes Angebot durchgesetzt. Nun sind die Aktionäre gefragt. Die Firmenspitze droht mit Abwicklung.

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Erst am Mittwoch (20. Februar) hatte ein neues Übernahmeangebot der US-Airline-Holding Mesa Air bei Flybe für Wirbel gesorgt. Zwei Tage später teilte die britische Regionalairline nun mit, dass die neue Offerte aussichtslos ist - am Donnerstag sei der Verkauf an Connect Airways abgeschlossen worden. Hinter Connect stehen Virgin Atlantic, die Stobart Group und Cyrus Capital. Der Flugbetrieb werde wie gewohnt fortgeführt, hieß es.

Den aktuellen Aktionären rät die Geschäftsführung von Flybe dazu, am 4. März auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung der Übernahme für den Preis von einem Penny pro Aktie zuzustimmen, da sie sonst wohl ganz leer ausgehen würden. Für den Fall, dass das Angebot abgelehnt würde, plane man nämlich, Schritte einzuleiten, um das Unternehmen abzuwickeln, heißt es weiter.  Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte der Investor Hosking Partners auf der Aktionärsversammlung versuchen, den Flybe-Vorstandsvorsitzenden Simon Laffin absetzen zu lassen.

Seit November zu verkaufen

Flybe hatte sich im November zum Kauf angeboten, nachdem die Fluglinie in eine finanzielle Krise geraten war. Virgin und Stobart würden von dem Kauf profitieren. Virgin Atlantic bekommt damit wieder einen Zubringer für ihre Langstreckenflüge. Das versuchten die Briten schon einmal.

Auch Stobart hat ein ureigenes Interesse an der Übernahme. Der Konzern aus Nordengland ist nicht nur in den Branchen Energie, Immobilien und Eisenbahnifrastruktur tätig, sondern auch in der Luftfahrt. Seine Fluglinie Stobart Air – ehemals Aer Arann – fliegt diverse Strecken am London-Southend für Flybe. Und dieser Flughafen gehört (wie auch der Carlisle Lake District Airport) wiederum der Stobart Group. Dieses Geschäft wäre in Gefahr gewesen, wenn Flybe hätte aufgeben müssen.

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