Letzte Aktualisierung: 10:29 Uhr

Fly Romania auf Ryanairs Spuren

Die neue Fluglinie will von Rumänien aus mehrere europäische Metropolen anfliegen. Fly Romania setzt dabei genau wie Ryanair auf Peripherieflughäfen.

Von Bukarest in europäische Metropolen: Fly Romania will günstige Flüge und guten Service bieten.

Jubel am Flughafen Frankfurt-Hahn: Die neue rumänische Fluggesellschaft Fly Romania will ab Juni dreimal wöchentlich den Flughafen von Bukarest aus anfliegen. Das bestätigt Sprecherin Maria Horbert. Auch die Politik freut sich: «Das ist die erste kleine Frucht unserer verstärkten Bemühungen um weitere Airlines», erklärte der rheinland-pfälzische Finanzstaatssekretär und Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro (SPD). Er rechnet damit, dass Fly Romania Hahn 40’000 bis 50’000 zusätzliche Passagiere pro Jahr beschert.

Im vergangenen Jahr flogen 2,7 Millionen Passagiere über den ehemalige US-Fliegerhorst, etwa 90 Prozent entfielen auf die Billigairline Ryanair. Die Passagierzahlen dürften in diesem Jahr deutlich sinken. Ryanair hat seine Strecken ab Frankfurt-Hahn stark ausgedünnt.

Fly Romania bleibt virtuelle Airline

Fly Romania wird montags, mittwochs und freitags Frankfurt-Hahn anfliegen. Die Airline wirbt bereits auf ihrer Homepage mit der Verbindung. Der einfache Flug soll 29,90 Euro kosten. Offenbar wird Fly Romania mit Maschinen vom Typ McDonnell Douglas MD-80 fliegen. Sie bleibt dabei offenbar eine rein virtuelle Airline, der Flugbetrieb soll von der rumänischen Ten Airways im Wet-Lease durchgeführt werden. Weitere Ziele von Bukarest sollen Antalya, Genua, Barcelona-Reus, Verona, Tulcea und Timisoara sein. Zudem will die Airline von Tulcea nach Mailand-Bergamo fliegen.

Die Airline setzt – ähnlich wie Ryanair – auf Flughäfen in der Peripherie großer Städte. Allerdings will sie deutlich mehr Service bieten: Ein Koffer bis 20 Kilogramm fliegt gratis mit, an Bord soll es auch Essen und Getränke geben. Zudem sollen Umbuchungen und Namensänderungen gegen eine Gebühr von 20 Euro möglich sein. Experten gehen davon aus, dass Ryanair angesichts der neuen Airline nicht untätig bleiben wird.

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