Eine Boeing 747-8 von Lufthansa: Die U.S Air Force hat zwei Maschinen des Typs gekauft.

Zu Trainingszwecken und als Ersatzteilspender U.S. Air Force zahlt Lufthansa 400 Millionen Dollar für zwei Boeing 747-8

Nun sind die Spekulationen bestätigt: Die U.S. Air Force ist Käuferin der beiden Boeing 747-8 von Lufthansa. Auch der Preis und der Verwendungszweck für die Flugzeuge sind jetzt bekannt.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Lufthansa sorgte zum dritten Advent für eine echte Überraschung. Zuerst gab es Gerüchte, dass die Fluggesellschaft zwei Boeing 747-8 verkaufen wird. Am Montag (15. Dezember) folgte dann die Bestätigung: Die größte deutsche Airline wird sich insgesamt sogar von vier Boeing 747 trennen – von zwei älteren Boeing 747-400 und zwei modernen 747-8.

Erstaunlicher ist vor allem der Verkauf der beiden erst rund 13 Jahre alten Boeing 747-8. Die beiden Flugzeuge tragen die Kennungen D-ABYD und D-ABYG. Die D-ABYD wird die Flotte bereits im Januar 2026 verlassen, während die D-ABYG im Oktober folgen soll.

U.S. Air Force kauft Lufthansa die Boeing 747-8 ab

Zu den Gründen lässt sich sagen: Die Gelegenheit war günstig. «Wir haben die einmalige Gelegenheit, einerseits einen sehr hohen Wiederverkaufspreis für diese Flugzeuge zu erhalten», erklärte Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter in einer Mitarbeiterinformation. Unbeantwortet blieb zunächst jedoch die Frage, wer die beiden Flugzeuge gekauft hat.

Doch nun ist auch dieses Geheimnis gelüftet: Wie bereits spekuliert wurde, ist die U.S. Air Force die Käuferin der beiden Flugzeuge. Das bestätigte eine Sprecherin der US-Luftwaffe dem Online-Portal The War Zone: «Im Rahmen der Bemühungen zur Beschleunigung der Lufttransportkapazitäten für den Präsidenten beschafft die Air Force zwei Flugzeuge. Diese sollen Schulungen unterstützen und die Ersatzteilversorgung für die 747-8-Flotte sichern.»

Air Force will langfristig Ersatzteile sichern

Boeing hatte 2022/2023 die Produktion der Boeing 747 eingestellt. In der Passagierversion setzen heute nur noch Air China, Korean Air und Lufthansa das Modell ein. Viele weitere Betreiber fliegen Frachtversionen des Modells. Um langfristig ausreichend 747-8-Ersatzteile zu haben, hat die Air Force nun die beiden Jets von Lufthansa gekauft.

Vergangener Woche war bekannt geworden, dass die erste der beiden neuen Air Force One frühestens Mitte 2028 übergeben werden soll – und damit ein weiteres Jahr später als zuletzt geplant. Um dieses Datum halten zu können, benötigt die Air Force laut der Sprecherin ausreichend Ersatzteile sowie die Möglichkeit, frühzeitig Trainingsflüge durchzuführen.

Lufthansa kassiert 400 Millionen Dollar

Die Air Force zahlt für die beiden Jumbo-Jets insgesamt 400 Millionen Dollar (umgerechnet rund 341 Millionen Euro), so die Sprecherin gegenüber der The War Zone. Sie bestätigte zudem den von Lufthansa kommunizierten Zeitplan: «Wir erwarten die Ankunft des ersten Flugzeugs Anfang nächsten Jahres. Die Lieferung des zweiten Flugzeugs wird noch vor Jahresende erwartet», sagte die Sprecherin.

Eines der Flugzeuge soll zumindest anfangs zu Trainingszwecken eingesetzt werden. Das andere Flugzeug wird von Anfang an als Ersatzteilspender dienen. Zusammen mit der aus Katar geschenkten Boeing 747 wird die erweiterte Air-Force-One-Flotte somit künftig aus fünf Flugzeugen bestehen. Vier davon sind flugfähig.

Flugzeuge fliegen nicht von allein – eine Redaktion ebenso wenig. Hinter aeroTELEGRAPH steckt ein eingespieltes Team, das 365 Tage im Jahr am Start ist, um Ihnen die spannendsten Geschichten aus der Luftfahrt zu bringen. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Boeing 787 von Austrian Airlines: Die Flotte wird wachsen.

Austrian Airlines muss auf dritten Dreamliner warten

ticker-lufthansa

Lufthansa veröffentlicht Sonderflugplan für Pilotenstreik

ticker-lufthansa

Lufthansa kritisiert Streikaufruf der Pilotinnen und Piloten

ticker-lufthansa

Discover und Lufthansa City sollen während Streik zusätzliche Flüge für Lufthansa übernehmen

Video

König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack