Boeing 747-8 mit dem Kennzeichen D-ABYD: Verlässt die Flotte von Lufthansa.

Überraschender VerkaufWarum sich Lufthansa von zwei ihrer Boeing 747-8 trennt

Die deutsche Fluggesellschaft trennt sich gleich von vier Jumbo-Jets – darunter von zwei neueren Boeing 747-8. Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter erklärt, warum man sich zum Verkauf entschlossen hat, wie die beiden Flieger ersetzt werden und wohin sie verkauft werden.

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Der Jumbo-Jet gehört zu Lufthansa wie der Käfer zu Volkswagen, das Maskottchen Erwin zu Schalke 04 und die goldenen Locken zu Thomas Gottschalk. Die deutsche Fluggesellschaft war zusammen mit anderen großen Airlines der Welt Erstkundin des neuen Langstreckenfliegers. Im März 1970 übernahm sie mit der Boeing 747-100 mit dem Kennzeichen D-ABYA ihr allererstes Exemplar.

Seither fliegt sie mit dem imposanten Flieger mit dem Buckel und sie hat auch vor, ihn noch viele Jahre einzusetzen - bis Mitte der kommenden Dekade. Dennoch trennt sie sich jetzt von vier Exemplaren, wie sie am Montag (15. Dezember) bestätigte. Sie stößt zwei Jumbo-Jets der älteren Version 747-400 ab, was wenig erstaunlich ist, da Lufthansa diese sowieso ausflotten will. Im Jahr 2027 soll dann das allerletzte Exemplar die Flotte verlassen.

Lufthansa verweist auf hohen Wiederverkaufspreis bei Boeing 747-8

Viel überraschender ist, dass Lufthansa auch zwei Exemplare der modernsten Version 747-8 verkauft. Konkret verlässt der Jet mit dem Kennzeichen D-ABYD und dem Taufnamen Mecklenburg-Vorpommern die Flotte bereits im Januar. Die D-ABYG (Baden-Württemberg) folgt im Oktober 2026. Beide sind rund 13 Jahre alt.

Wie kommt es dazu? «Wir haben die einmalige Gelegenheit, einerseits einen sehr hohen Wiederverkaufspreis für dieses Flugzeug zu erhalten und gleichzeitig die Chance auf einen vorgezogenen Rollover auf zweistrahlige Flugzeuge neuester Technologie vorzunehmen. Diese einmalige Konstellation hat zu der Verkaufsentscheidung geführt», erklärt Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter in einer Mitarbeiterinformation, die aeroTELEGRAPH vorliegt.

Verkauf bedeutet Verlängerung für Airbus A340-600

Für ältere Flugzeuge existiere kein Zweitmarkt, so Ritter. Das sei bei der Boeing 747-8 anders. «Für sie gibt es eine sehr spezifische Nachfrage», so der Lufthansa-Chef. Sorgen, dass sich dadurch Lücken im Flugplan auftun, da seine Airline sowieso schon eher zu wenig Langstreckenflugzeuge hat, macht Ritter sich nicht. Man könne das temporär mit Airbus A340-600 ausgleichen, «die wir im kommenden Jahr noch ein letztes Mal in die Verlängerung schicken können».

Zudem würden die Auslieferungen von Boeing 787-9 an Fahrt aufnehmen. «Und dank der optimierten Produktivität können wir in Summe das Langstrecken-Flugprogramm in Frankfurt 2026 weiterhin gegenüber 2025 ausbauen», erklärt Ritter. Die beiden fehlenden Boeing 747-8 wolle man langfristig ersetzen. Darüber spreche Lufthansa gerade mit Boeing und Airbus. «Als Ersatz kommen sowohl Boeing 777-9 als auch Airbus A350-1000 infrage.»

Die beiden Boeing 747-8 von Lufthansa gehen in die USA

Und wer ist nun der so zahlungswillige Käufer? Das verrät Lufthansa nicht. Nur so viel sagt Airline-Chef Ritter dazu: «Die Flugzeuge gehen in die USA.» Über Käufer und Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Gerüchteweise ist die U.S. Air Force die Abnehmerin.

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