Die allererste gebaute Boeing 777X im Hangar von Everett.

Nicht nur Tür herausgedrücktRumpf von Boeing 777X riss bei Test

Ein Prototyp der Boeing 777X hielt einem extremen Test nicht stand. Bisher war nur bekannt, dass dabei eine Tür herausgedrückt wurde. Doch der Schaden ist deutlich größer.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Es war ein weiterer Rückschlag für die Boeing 777X: Nachdem Boeings kommender Langstreckenflieger zuvor schon Verzögerungen durch Triebwerksprobleme hinnehmen musste, ging am 5. September bei einem Statiktest etwas schief. Einer der beiden nicht-flugfähigen Prototypen wurde - bei einem Kabinendruck wie auf Reiseflughöhe - höher beladen als erlaubt, die Flügel wurden übers Limit gebogen. Eine Frachttür hielt den Kräften dabei nicht stand und wurde aus dem Rumpf gedrückt. Doch das war nicht alles.

Wie die Zeitung Seattle Times am Mittwoch (27. November) berichtet, war die herausgedrückte Tür gar nicht das Hauptproblem. Demnach riss durch die enormen Kräfte bei dem Test der Rumpf auf von unten. Erst als Folgeschaden sei dann die über dem Riss liegende Tür herausgeflogen, so die Seattle Times, der ein Foto des Schadens (siehe unten) zugespielt wurde. Der beschädigte Prototyp soll demnach komplett unbrauchbar seien.

Keine weiteren Verzögerungen erwartet

Der Flugzeughersteller, der all das bisher nie erwähnt hatte, erklärte nun, die Analyse des Vorfalls sei noch nie abgeschlossen. Aber man gehe nicht davon aus, dass er wesentliche Konsequenzen für die Konstruktion des Fliegers oder die Vorbereitungen auf den Erstflug haben werde. Ein Sprecher sagte, zusätzliche Verspätungen erwarte man nicht.

Bei dem Test handelte es sich laut dem Bericht um den letzten und extremsten Härtetest. Unter den Augen unter anderem von sechs Vertretern der Luftfahrtbehörde FAA riss der Rumpf demnach, als die geplante Maximalbelastung schon zu 99 Prozent erreicht war.

Test muss wohl nicht wiederholt werden

Ein Sicherheitsexperte der Behörde sagte nun anonym und nicht offiziell gegenüber der Zeitung, dass der Test wahrscheinlich nicht wiederholt werden müsse. Da Boeing dem Ziel so nahe gewesen sei, reiche es wohl aus, den Rumpf zu verstärken und per Analyse nachzuweisen, dass dies ausreiche, um auch dem fehlenden Prozent Belastung standzuhalten. Offiziell erklärte die Behörde, man sei noch im Austausch mit Boeing darüber, wie die Anforderungen nach dem Zwischenfall nun erfüllt werden müssten.

Mehr zum Thema

Boeing 777-8: Boeing ist ganz damit beschäftigt, die 737 Max wieder in die Luft zu bringen und die größere Variante der 777X, die 777-9 (Bild), nach Triebwerksproblemen auf den Erstflug vorzubereiten. So wurde die Entwicklung der kleineren 777-8 vorerst auf Eis gelegt. Dass Qantas für das Project Sunrise auf Airbus setzt, ist ein weiterer Rückschlag für das Programm. Insgesamt weist Boeing für die 777X feste Bestellungen für 309 Jets aus. Davon entfallen höchstens 45 auf die 777-8, 35 für Emirates, 10 für Qatar Airways, allerdings gibt es auch bei diesen Orders Fragezeichen.

Frachttür der Boeing 777X hält Test nicht stand

Boeing 777X in den Farben von Emirates: Die Golfairline hat 30 Exemplare abbestellt.

Orderbuch der Boeing 777X wird dünner

Zusammenbau der Rumpfteile der ersten Boeing 777-9 für Lufthansa im Februar 2019 bei Boeing: Geflogen ist das Modell immer noch nicht.

Lufthansa macht Rückzieher bei der Boeing 777X

Boeing 737 Max: Sie bereitete dem Flugzeugbauer viele Sorgen.

Investment-Firma verklagt Boeing, obwohl sie nie eine einzige Aktie besaß

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack