Boeing B737-522 von Smart Wings: Besorgniserregend.

Risse auch bei der Boeing B737?

Der Verkaufsschlager von Boeing hat eine Problemzone. Laut einem Medienbericht führt sie immer wieder zu Zwischenfällen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Boeing B737 ist der meistverkaufte Mittelstreckenflieger der Geschichte. Alle 2,5 Sekunden startet oder landet auf der Welt irgendwo ein Jet der 737-Familie. Und gerade dieser Verkaufsschlager soll laut einem Zeitungsbericht ziemliche Probleme haben. Luftfahrtexperte Clive Irving zählt in dem Artikel des amerikanischen Magazins Newsweek eine ganze Reihe Zwischenfälle mit dem populären Jet auf. Der aktuellste davon ereignete sich im vergangenen April, als eine B737 von Southwest notlanden musste - weil während des Fluges Teile des Rumpfs abfielen.

Schon kurz nach dem Zwischenfall hieß es von Boeings, man habe die Bildung leichter Risse zwar vorausgesehen - aber nicht so bald und nicht in dem Ausmaß. Die Maschine war aus einer Serie, die im Jahr 1996 gebaut wurde. Man schob es auf schlechte Ingenieursarbeit an diesem einzelnen Flieger und wies ein generelles Problem der 737-Familie von sich. Doch Experten widersprechen dem: Das sei kein Montagmorgen-Fehler, der einfach mal geschehe, so eine Quelle aus der amerikanischen Transportsicherheitsagentur NTSB, die mit dem Fall vertraut ist, gegenüber der Newsweek. Der Vorfall sei alarmierend, vor allem weil er so früh im Lebenszyklus der Maschine passiert sei. Er stelle Boeings komplettes Wartungs- Produktions- und Sicherheitsprogramm in Frage.

Nur limitierte Änderungsmöglichkeiten

Die Sicherheitsanordnungen der NTSB lassen auf ein ziemlich massives Problem des Fliegers schließen. Zwischen 2000 und 2011 gabe es für die B737 insgesamt 13 «Air Worthiness Directives», die auf Sicherheitsprobleme bei Flugzeugtypen hinweisen und Handlungsanweisungen enthalten. Alle weisen auf Materialprobleme und die Gefahr von Rissen im Flugzeugkörper hin und weisen den Flugzeugbauer an, das Problem sofort an die Hand zu nehmen. Zum Teil bestehe laut den Sicherheitsanweisungen sogar die Gefahr, dass der hintere Flugzeugteil bei einer harten Landung abbricht.

Der amerikanische Flugzeugbauer arbeitet ständig an neuen Modellen der B737 -etwa aktuell an der effizienteren B737MAX als Konkurrenz zum A320neo. Newsweek zählt zahlreiche weitere Zwischenfälle auf, in denen dasselbe Problem der Grund war. Zum Teil auch mit tödlichem Ausgang. «Die Instabilitätsprobleme sin ganz klar chronisch», so der NTSB-Experte. Der Grund dafür: Zum einen werden die Flieger mehr und mehr strapaziert. Mit der Entwicklung in der Luftfahrt - steigende Passagierzahlen, billigere Tickets und in der Folge mehr Flüge pro Tag - werde die Lebensdauer der Flieger kürzer. Das Material leide unter der Last, die durch den Druckunterschied zwischen Kabine und außen entstehe. Gerade bei schnell wechselnden Höhen sei das belastend. Das ist zum Beispiel beim Start bis zum Erreichen der Reiseflughöhe der Fall. Da die Maschinen immer mehr Flüge pro Tag absolvieren, sei die Last massiv größer, der Rumpf anfälliger für solche Probleme. Außerdem basiere das Design des Fliegers auf Entwürfen aus den 60er-Jahren. Da könne man nur begrenzt modernisieren und Verbesserungen am Material vornehmen.

Mehr zum Thema

Air Force One: Ein kostspieliger Auftrag.

Neue Air Force One wird für Boeing noch teurer

ticker-boeing-1

Boeing MQ-25 absolvierte zweiten Testflug

Tragflüche der Boeing 777X: Die Flugzeuge sollen deutlich weiter fliegen.

Boeing verspricht bei der 777X plötzlich eine deutlich höhere Reichweite

ticker-boeing-1

Dänemark beschafft sich zwei Boeing P-8A Poseidon

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg