ATR 72-600: Verkauft sich gerade bestens.

Orderschwemme für ATR

Die indonesische Citilink kauft groß beim französisch-italienischen Flugzeugbauer ein. Es ist nicht die einzige Bestellung so kurz vor Ende des Jahres.

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Vier Tage vor Jahresende wird das Orderbuch von ATR Avions de Transport Régional noch einmal ein ganz schönes Stück dicker. Die indonesische Billigairline Citilink bestellt 25 Maschinen des Typs ATR 72-600 im Wert von rund 430 Millionen Euro. Gleichzeitig sicherte sich die Tochter von Garuda Optionen auf 25 weitere Exemplare. Die ersten Maschinen sollen im September 2013 ausgeliefert werden, die letzten 2017. Der Preis, die Finanzierung und die Leistungsdaten hätten den Ausschlag für den französisch-italienischen Flugzeugbauer gegeben, erklärte Citilink-Chef Arif Wibowo gegenüber dem Fachmagazin Aviation Week. Seine Airline zog auch die Dash 8 Q400 von Konkurrent Bombardier in Betracht.

Bereits zuvor verzeichnete ATR stetig Bestellungen. So orderte die Leasingfirma Avation aus Singapur vor Weihnachten sieben weitere ATR 72-600 im Wert von 120 Millionen Euro. Auch sie sicherte sich zusätzlich Optionen. Mitte Dezember kaufte die kolumbianisch-salvadorianische Avianca Taca groß ein. Sie bestellte 15 ATR 72-600 (Gesamtwert rund 260 Millionen Euro) und sicherte ebenso viele Optionen. Zugleich orderte Malaysia Airlines 36 ATR72-600 für ihre Regionaltöchter Firefly und MAS Wings. Das bedeutet einen Wert von mehr als 740 Millionen Euro.

Zwei Modelle

Die 1981 gegründete ATR mit Sitz in Toulouse ist eine Tochter der Airbus-Mutter EADS und der italienischen Alenia. Sie spezialisiert sich auf regionale Flugzeuge mit maximal 90 Sitzplätzen. Ihre Produkte stehen heute bei rund 185 Fluggesellschaften in 90 Ländern im Einsatz. ATR bietet zwei Modelle ihres Turbopropfliegers an, die ATR 42 und die ATR 72. Sie sind wegen der hohen Kerosinpreise derzeit besonders gefragt. 2010 verbuchte das Unternehmen 80 Bestellungen, 2011 waren es bereits 157. Dieses Jahr dürften es erneut um die 150 Orders werden.

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