Rumpf und Leitwerk von Boeing 737 Max: Die Verbindung ist das Problem.

Lob von David CalhounMitarbeiter von Zulieferer entdeckte Fehler an der Boeing 737 Max

Ein einzelner Mitarbeiter des Zulieferers Spirit Aerosystems hat das aktuelle Produktionsprobleme der 737 Max ans Licht gebracht. Boeing ist für das Modell auf Jahressicht wieder optimistisch.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Es war ein unglückliches Timing. Nur kurz nachdem Boeing verkündet hatte, die monatliche Produktionsrate der 737 Max schon sehr bald zu erhöhen, musste der Hersteller einen Produktionsfehler am Heck vieler neu gebauter Flugzeuge einräumen.

Zulieferer Spirit Aerosystems hatte Boeing informiert, dass es um zwei der insgesamt acht Verbindungspunkte geht, an denen das Seitenleitwerk am Rumpf befestigt wird. Es sei «ein nicht standardisierter Herstellungsprozess» verwendet worden. Boeing erklärte, man rechne durch die erforderlichen Arbeiten kurzfristig mit geringeren Auslieferungen.

737 Max kommen später, aber noch dieses Jahr

Bei der Jahreshauptversammlung erklärte der Konzern dann, 45 bis 50 Boeing 737 Max würden später bei den Kunden ankommen - was die Airlines in ihrer Planung für den Sommer trifft. Doch jetzt ist Schluss mit den schlechten Nachrichten von Boeing.

Im Gespräch mit Analysten sagte Finanzchef Brian West am Mittwoch (26. April), man plane weiterhin, die Produktion von 31 auf 38 Boeing 737 Max pro Monat anzuheben. Der Hersteller hält auch an seinem Ziel fest, in diesem Jahr 400 bis 450 Exemplare auszuliefern. Man glaube außerdem weiterhin daran, bis 2025/2026 auf eine Rate von 50 zu kommen.

Rund 170 Flugzeuge bei Boeing betroffen

Ende des ersten Quartals hatte Boeing laut West rund 225 Max im Bestand, davon 138 für Kunden in China. «Von diesen 225 Flugzeugen müssen etwa 75 Prozent am Rumpf überarbeitet werden, und die Zahl der gelagerten Flugzeuge wird sich im zweiten Quartal wahrscheinlich erhöhen, wobei wir weiterhin davon ausgehen, dass die meisten bis Ende 2024 ausgeliefert werden», sagte West. Sprich: An knapp 170 Fliegern bei Boeing sind Nacharbeiten nötig, bei denen die Heckflosse abmontiert werden muss.

Boeing ging nicht darauf ein, ob der Fehler auch bereits ausgelieferte Jets betrifft, und falls ja, wie viele. Konzern-Chef David Calhoun sagte lediglich: «Es gibt kein unmittelbares Problem mit der Flugsicherheit und die Flotte kann weiter sicher betrieben werden.»

Boeing-Chef lobt aufmerksamen Mitarbeiter

Er erklärte zudem, dass der Fehler am Übergang vom Rumpf zum Leitwerk durch einen einzelnen aufmerksamen Mitarbeiter von Spirit Aerosystems ans Licht gekommen sei. Der habe die Produktion beobachtet und meldete, «dass das nicht richtig aussieht», lobte der Boeing-Chef. Er ermutige alle Mitarbeitenden in der Lieferkette, sich auch so zu verhalten.

Das Ganze sei visuell nur sehr schwer erkennbar, so Calhoun. «In der Tat ist es unmöglich, eine sichtbare Bewertung vorzunehmen, wenn der Prozess erst einmal abgeschlossen ist.» Das liege auch an einer Versiegelung, die an dieser Stelle vorgenommen werde.

Mehr zum Thema

Von Spirit Aerosystems an Boeing gelieferte Rümpfe: Das Problem liegt am Heck, an den Verbindungspunkten zum Seitenleitwerk.

Boeings neues 737-Max-Problem könnte schon vier Jahre alt sein

Die Order wurde schon im April bekannt und jetzt festgezurrt: Das Leasingunternehmen Avolon kauft 40 Boeing 737 Max. Dabei handelt es sich um die Variante Max 8, wie Boeing und Avolon in Paris bekannt gaben.

Avolon holt sich Nachschub an Boeing 737 Max

Boeing will schon «sehr bald» mehr 737 Max produzieren

Boeing will schon «sehr bald» mehr 737 Max produzieren

boeing produktion (3)

Boeing triumphiert bei den Bestellungen, Airbus bei den Auslieferungen

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies