Eigentlich ein Raumfahrzeug: Skylon wird für Flüge zur ISS entwickelt - könnte aber auch Passagiere um die Welt fliegen.

Mit Mach 5 um die Welt

In vier Stunden von London nach Sydney? Das könnte bald möglich sein - zumindest wenn der Raketenjet Skylon Realität wird. Ein Ausflug ins All wäre inklusive.

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Seit zwanzig Jahren arbeiten britische Ingenieure schon an Skylon, einem einstufigen Raumtransporter, der einst in den Orbit fliegen soll. Nun entwickelten die Ingenieure einen neuartigen Hybridantrieb, der den Science-Fiction-Traum in greifbare Nähe rücken lässt. Die britische Regierung glaubt offenbar an das Projekt und macht knapp 70 Millionen Euro für die Entwicklung der Antriebstechnik locker.

Doch der Skylon ist für mehr gut als nur Material zur ISS zu transportieren. Er könnte dereinst auch Passagiere befördern. Der mit Wasserstoff betriebene Jet soll von normalen Startbahnen abheben können und in etwa 26 Kilometern Höhe auf Mach 5,4 beschleunigen. Er wird also doppelt so schnell unterwegs sein als die Concorde in ihren besten Zeiten. Der Skylon könnte die Strecke Sydney-London - immerhin 17'000 Kilometer - in vier Stunden schaffen. 300 Passagiere sollen an Bord Platz finden.

Wasserstoff statt Kerosin

Fortbewegt wird Skylon von Triebwerken namens Sabre (Synergetic Air-Breathing Rocket). Die werden mit Wasserstoff betrieben. Der Clou: In den unteren Atmosphäreschichten nutzen die Triebwerke den Luftsauerstoff. Erst beim Erreichen der Erdumlaufbahn schalten sie auf den internen Tank mit Flüssigsauerstoff um.

Ein Prototyp könnte schon 2017 gebaut werden. Drei Jahre später soll dann der erste Flug zur ISS gehen. Und dann vielleicht auch nach Sydney? Bis es soweit ist, müssen die Entwickler noch viel Geld einsammeln. Die Förderung der britischen Regierung ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Das Projekt dürfte mindestens eine Milliarde Dollar verschlingen.

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