Superjet 100: Projekt unter Druck

Massiver Rückschlag für Sukhoi

Nach dem Absturz des russischen Vorzeigefliegers Superjet 100 reagieren bereits erste Besteller mit Zurückhaltung.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Für Russland ist der Absturz des Jets auf einem Demonstrationsflug in Indonesien eine bittere Niederlage. Der Versuch, erstmals seit dem Ende der Sowjetunion wieder im Flugzeugbau Fuß zu fassen, ist damit zwar nicht gescheitert. Das Projekt Sukhoi Superjet wird durch das Unglück aber sicherlich um Jahre zurückgeworfen. Potenzielle Käufer werden jedenfalls kaum bereit sein den neuen Flieger zu übernehmen, solange nicht genau klar ist, weshalb es zum Absturz in Indonesien kam. Auch andere neue Vorhaben in der Luftfahrt wie etwa der Langstreckenflieger MS-21 werden nun mehr Mühe haben. Die indonesische Kartika Airlines jedenfalls erklärte gemäß der Zeitung Jakarta Post bereits, man wolle die Auslieferung der 30 bestellten Sukhoi Superjet 100 verzögern, bis die Umstände des Absturzes geklärt seien.

Sukhoi wollte in den kommenden zwanzig Jahren 1000 Stück ihres neuen Fliegers absetzen. Indien und Südostasien sind die prioritären Zielmärkte. Der Superjet 100 kann 98 Passagiere bis zu 4400 Kilometer weit transportieren. Bis jetzt wurden acht Flieger ausgeliefert. Einer ging an die armenische Armavia, sieben an die russische Aeroflot. Insgesamt sitzt der Hersteller auf 240 Bestellungen.

An einem speziellen Tag

Der Absturz ist auch ein Schlag für das russische Selbstvertrauen. Denn mit Unterfangen wie diesem wollte Russland beweisen, dass man zu den westlichen Industrienationen aufgeschlossen hat. Dass es genau am 9. Mai zum Unglück kam, macht die Sache nur noch schmerzhafter. Es ist der Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg, den die Nation mit großen Paraden und Volksfesten feiert.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack