ES-MBCMarabu schickt kaputten Airbus A320 Neo nach Sofia

In nur 11.000 Fuß Höhe ist ein Airbus A320 Neo von Marabu von München nach Sofia geflogen. Das deutet auf einen größeren Schaden hin.

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Mit der Trennung von Nordica und Marabu blieben auch drei Airbus A320 Neo bei der Condor-Schwester. Nordica hatte die Flugzeuge extra für Marabu angeschafft. Während die Flugzeuge mit den Kennzeichen ES-MBA und ES-MBB täglich bis zu vier Umläufe fliegen, ist die ES-MBC mitten in der wichtigen Sommersaison ausgefallen.

Seinen letzten Flug absolvierte der acht Jahre alte Airbus A320 Neo am 27. Juni. Unter der Flugnummer DI6023 brachte er Reisende von Hurghada nach München. Fast vier Wochen später, am 23. Juli, war die Maschine wieder in der Luft. Allerdings zu einem Ziel, das in keinem Marabu-Flugplan auftaucht: Sofia. Dort dürfte der Flieger repariert werden.

Auf nur 11.000 Fuß nach Sofia

Daten des Flugverfolgungsdienstes Radarbox zeigen, dass die Maschine um 8:47 Uhr in München gestartet ist, um zwei Stunden später am Flughafen der bulgarischen Hauptstadt zu landen, wo unter anderem Lufthansa Technik einen Standort hat. Auffällig an dem Flug war die Flughöhe: Die ES-MBC flog in nur 11.000 Fuß oder 3.350 Metern Höhe, statt wie üblich auf 38.000 Fuß.

Marabu will sich zu dem Fall nicht äußern. In Luftfahrtkreisen heißt es, dass es bei der Landung in München zu einem so genannten Tailstrike gekommen sein soll. Dabei berührt das Heck die Piste zuerst. Das Flugzeug soll dabei einen erheblichen Schaden erlitten haben.

Nummer sicher

Dafür spricht auch die geringe Höhe des Fluges nach Sofia. Solche Flüge deuten darauf hin, dass eine Beschädigung des Flugzeugs vorliegt und man auf Nummer sicher gehen will. Denn ein Strukturschaden an der Außenhaut kann in großer Höhe gefährlich sein. Wie lange die Maschine ausfallen wird, ist weiter unklar.

Bis Anfang Juli hatte Schwester-Condor mit einem Airbus A320 ausgeholfen. Mittlerweile fliegt die Maschine mit der Kennung D-AICF aber wieder für Condor. Laut Radarbox werden die Flüge der ausgefallenen ES-MBC mit Flugzeugen Marabus eigener Flotte als auch mit für den Sommer geleasten Boeing 737 von Klasjet durchgeführt.

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