Boeing 737 Max 8 von: Auf der Kurz- und Mittelstrecke setzt Malaysia Airlines auf den amerikanischen Hersteller - bisher.

Alternative zu Airbus A320 Neo und Boeing 737 MaxMalaysia Airlines schaut sich Comac 919 an

Konkurrenz für Boeing und Airbus: Der chinesische Flugzeugbauer kann sich über einen weiteren Interessenten aus Malaysia für die Comac C919 freuen. Malaysia Airlines zeigt Interesse.

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Airlines, die Flugzeuge mit mehr als 150 Sitzen kaufen wollen und nicht aus Russland kommen, haben derzeit zwei Optionen: Sie bestellen bei Airbus oder Boeing. Mit Comac schickt sich ein staatlicher chinesischer Flugzeugbauer an, eine Alternative zu werden.

Comac hat einen riesigen Markt alleine durch die heimischen chinesischen Fluglinien, will aber auch Aufträge aus dem Ausland an Land ziehen. So ist etwa der Billigflieger Air Asia aus Malaysia am Mittelstreckenjet Comac C919 interessiert. Air-Asia-Chef Tony Fernandes sagte kürzlich in einem Interview: «Wir sind die erste ausländische Fluggesellschaft, die mit Comac an einem C919-Deal arbeitet.» Und nun gibt es einen weiteren Interessenten aus Malaysia.

Malaysia Airlines schaut sich Comac C919 an - für Zeit ab 2035

So sagte Izham bin Ismail, Chef von Malaysia Airlines und vom Mutterkonzern Malaysia Aviation Group, im Gespräch mit dem staatlichen chinesischen Portal Yicai Global, man schaue sich derzeit Flugzeugmodelle fürs Wachstum der Flotte an - und Comac sei als Hersteller mit dabei. «Unsere Kommunikation mit Comac begann im vergangenen Jahr, hat sich im zweiten Quartal dieses Jahres weiter vertieft, und wir werden das Modell C919 weiterhin als potenziellen Kandidaten für die künftige Flotte von Malaysia Airlines prüfen.»

Laut dem Konzernchef geht es dabei um Flugzeuge für den Zeitraum von 2035 bis 2040. Dann sind auch die aktuell für Jahre ausverkauften Airbus A320 Neo und Boeing 737 Max wieder zu haben. Eine Entscheidung über eine Bestellung «könnte etwa 2026 getroffen werden», so Ismail. Über einen Zeitraum für Lieferungen habe man mit Comac noch nicht gesprochen. Der Manager äußerte sich zudem nicht zur Zahl der Jets, um die es geht.

Die Gruppe leidet unter Verzögerungen bei Airbus und Boeing

Derweil sprach er über Verzögerungen bei aktuellen Flugzeugen. «Wir erleben derzeit Lieferverzögerungen bei allen Flugzeugmodellen - zwischen drei und sechs Monaten», sagte Ismail und verwies auf anhaltende Störungen in den Lieferketten. «Ehrlich gesagt müssen die Hersteller bessere Leistungen erbringen», so der Manager.

Er erwähnte auch Verzögerungen bei der Triebwerkswartung von Rolls-Royce und Pratt & Whitney, während er GE explizit lobte. Die Comac C919 wird angetrieben von Leap-1C-Triebwerken von CFM International, einem Gemeinschaftsunternehmen von GE aus den USA und Safran aus Frankreich.

So sieht die Flotte von Malaysia Aviation Group heute aus

Die Flotte von Malaysia Airlines besteht aktuell aus rund 90 Flugzeugen. Auf der Langstrecke setzt die Fluggesellschaft auf Airbus A330-200, -300, -900 sowie A350-900, auf der Kurz- und Mittelstrecke sind Boeing 737-800 und 737 Max 8 unterwegs. Zu Malaysia Aviation Group gehören neben Malaysia Airlines ebenfalls die Fluggesellschaften Firefly mit ATR 72 und Boeing 737-800 sowie MAS Wings mit ATR 72 und De Havilland Canada DHC-6 Twin Otter.

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