Ein Forscher bei der Triebwerksreinigung: Künftig soll das in 20 Minuten funktionieren.

Mit der Hochschule Darmstadt Lufthansa Technik tüftelt an Triebwerksreinigung in 20 Minuten

Triebwerksreinigungen sind bisher zeitaufwendig – bestimmte Arbeiten waren nur möglich, wenn das Triebwerk vom Flügel demontiert wurde. An der Hochschule Darmstadt wurde nun eine Technik entwickelt, die das überflüssig macht.

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Wie aufwändig es ist, Flugzeugtriebwerke zu reinigen, konnte aeroTELEGRAPH Anfang des Jahres im Berliner Easyjet-Hangar live mitverfolgen: Die sogenannten «Fan Blades» werden einzeln ausgebaut, beschriftet und gründlich gereinigt. Anschließend prüft das Team jedes Blatt auf Schäden, schmiert es mit Graphit ein und setzt es exakt an seiner ursprünglichen Position wieder ein – ein Prozess, der zwei Mechaniker eine ganze Nachtschicht beschäftigt.

Das Problem bei der Wartung und Reinigung der sogenannten Hot Section des Triebwerks – also der Brennkammer und der dahinterliegenden Turbine – ist ihre schlechte Zugänglichkeit. Technik-Teams können diese Arbeiten nur durchführen, wenn die Triebwerke komplett vom Flügel demontiert werden. Das soll bald der Vergangenheit angehören.

Triebwerksreinigung in 20 Minuten

Gemeinsam mit Lufthansa Technik haben Forscher der Hochschule Darmstadt ein neuartiges Reinigungsverfahren entwickelt: Durch Inspektionsöffnungen wird gezielt Reinigungsmittel gespritzt – ohne Triebwerksdemontage. Da die Öffnungen manuell kaum erreichbar sind, übernimmt ein spezialisierter Roboterarm die Reinigung vollautomatisch, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Weitergehende Details kann die Hochschule nicht nennen, da die Patentanmeldung noch läuft. Bekannt ist: Die Reinigung dauert unter 20 Minuten, sodass Triebwerke häufiger gewartet werden können. Dadurch sinkt der Treibstoffverbrauch – Fluggesellschaften könnten so jährlich mehrere hunderttausend Tonnen CO₂ einsparen.

Verschiedene Reinigungsmethoden getestet

Getestet wurden zahlreiche Reinigungsmethoden getestet – von Blitzlicht über Laser bis hin zu Trockeneis und Plasmastrahl. Sie analysierten, welche Mittel oder Kombinationen wirksam sind und ob Bauteile beschädigt werden. Das entwickelte Konzept zeigte in ersten, realitätsnahen Tests vielversprechende Ergebnisse und könnte eines der ersten Verfahren dieser Art in der kommerziellen Luftfahrt werden, heißt es.

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