Ein Forscher bei der Triebwerksreinigung: Künftig soll das in 20 Minuten funktionieren.

Mit der Hochschule Darmstadt Lufthansa Technik tüftelt an Triebwerksreinigung in 20 Minuten

Triebwerksreinigungen sind bisher zeitaufwendig – bestimmte Arbeiten waren nur möglich, wenn das Triebwerk vom Flügel demontiert wurde. An der Hochschule Darmstadt wurde nun eine Technik entwickelt, die das überflüssig macht.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Wie aufwändig es ist, Flugzeugtriebwerke zu reinigen, konnte aeroTELEGRAPH Anfang des Jahres im Berliner Easyjet-Hangar live mitverfolgen: Die sogenannten «Fan Blades» werden einzeln ausgebaut, beschriftet und gründlich gereinigt. Anschließend prüft das Team jedes Blatt auf Schäden, schmiert es mit Graphit ein und setzt es exakt an seiner ursprünglichen Position wieder ein – ein Prozess, der zwei Mechaniker eine ganze Nachtschicht beschäftigt.

Das Problem bei der Wartung und Reinigung der sogenannten Hot Section des Triebwerks – also der Brennkammer und der dahinterliegenden Turbine – ist ihre schlechte Zugänglichkeit. Technik-Teams können diese Arbeiten nur durchführen, wenn die Triebwerke komplett vom Flügel demontiert werden. Das soll bald der Vergangenheit angehören.

Triebwerksreinigung in 20 Minuten

Gemeinsam mit Lufthansa Technik haben Forscher der Hochschule Darmstadt ein neuartiges Reinigungsverfahren entwickelt: Durch Inspektionsöffnungen wird gezielt Reinigungsmittel gespritzt – ohne Triebwerksdemontage. Da die Öffnungen manuell kaum erreichbar sind, übernimmt ein spezialisierter Roboterarm die Reinigung vollautomatisch, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Weitergehende Details kann die Hochschule nicht nennen, da die Patentanmeldung noch läuft. Bekannt ist: Die Reinigung dauert unter 20 Minuten, sodass Triebwerke häufiger gewartet werden können. Dadurch sinkt der Treibstoffverbrauch – Fluggesellschaften könnten so jährlich mehrere hunderttausend Tonnen CO₂ einsparen.

Verschiedene Reinigungsmethoden getestet

Getestet wurden zahlreiche Reinigungsmethoden getestet – von Blitzlicht über Laser bis hin zu Trockeneis und Plasmastrahl. Sie analysierten, welche Mittel oder Kombinationen wirksam sind und ob Bauteile beschädigt werden. Das entwickelte Konzept zeigte in ersten, realitätsnahen Tests vielversprechende Ergebnisse und könnte eines der ersten Verfahren dieser Art in der kommerziellen Luftfahrt werden, heißt es.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Rolls-Royce Trent 7000

Wie viel wissen Sie über Flugzeugtriebwerke?

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.

Triebwerke von Airbus A320 Neo und Co: «Jeder Flugzyklus sollte es wert sein»

Boeing 767 von Azur Air: Gleich zwei der Jets hatten zuletzt Triebwerksprobleme.

Triebwerke machen russischen Airlines immer mehr zu schaffen

Boeing 737 Max 8 von Southwest: Schichtet die Airline das Orderbuch um?

Piloten wussten über Detail von Triebwerken der Boeing 737 Max nicht Bescheid

Video

Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ramy RC vor seinem Lufthansa-Airbus-A380: Ganz schön groß.
Ein Airbus A380 als Modellflugzeug klingt spektakulär – doch das von Ramy RC sprengt selbst in der Modellbauwelt die Dimensionen. Der Nachbau des Lufthansa-Superjumbos mit Speziallackierung ist fast neun Meter lang und kann tatsächlich fliegen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
condor flughafen zeichnen
Wer am Flughafen warten muss, kann einen künstlerischen Zeitvertreib ausprobieren. Zeichner Kevin Zych gibt eine kurze Videoanleitung dafür.
Timo Nowack
Timo Nowack