Das Bild, das angeblich den zerstörten Airbus A340 von Mahan Air zeigt: Lässt sich nicht unabhängig verifizieren.

Iran-KriegHaben die USA einen Airbus A340 und eine Boeing 777 von Mahan Air zerstört?

Ein angeblicher Angriff der USA, zerstörte Jets und ein geplanter Hilfsflug nach Delhi – die Vorwürfe aus Iran sind brisant. Wurden in Mashhad tatsächlich ein Airbus A340 und eine Boeing 777 von Mahan Air zerstört?

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Passiert sein soll es am Sonntag (29. März): Der Iran behauptet, die Armee der Vereinigten Staaten habe ein am Flughafen Mashhad stationiertes Flugzeug von Mahan Air bombardiert und zerstört. Der Jet sei für einen humanitären Flug nach Indien in den kommenden Tagen eingeplant gewesen, so iranische Quellen zur Nachrichtenagentur ANI.

Geplant war gemäß den iranischen Quellen ein Flug nach Delhi. Es sei um einen Transport humanitärer Hilfsgüter gegangen, darunter Medikamente. Doch im Krieg ist das erste Opfer bekanntlich die Wahrheit. Und so lassen sich die Aussagen nicht unabhängig verifizieren. Es existieren zwar Bilder von zerstörten Flugzeugen, darunter einem Airbus A340, die von der israelischen Armee stammen sollen. Doch überprüfen, von wann sie stammen, wo genau sie aufgenommen wurden und ob sie echt sind, lässt sich nicht.

Auch eine Boeing 777 von Mahan Air zerstört?

Der israelische Autor und Journalist Babak Taghvaee behauptet, dass es sich beim bombardierten Flugzeug um den Airbus A340 von Mahan Air mit dem Kennzeichen EP-MME handelt. Zugleich berichtet er, auch die Boeing 777-200 mit der Registrierung EP-MTC sei zerstört worden. Dass die USA und Israel Mahan Air im Visier haben, ist gut nachvollziehbar.

Bereits unter Präsident Barack Obama hatten die USA schwere Vorwürfe gegen Mahan Air erhoben: Die Airline soll Kämpfer der Qods-Einheit der iranischen Revolutionsgarden sowie der Hisbollah in Konfliktgebiete im Nahen Osten transportiert haben. 2011 setzten die Vereinigten Staaten die Fluglinie deshalb auf ihre Sanktionsliste und untersagten amerikanischen Unternehmen jegliche Geschäftsbeziehungen.

Mahan Air wird Nähe zur Revolutionsgarde nachgesagt

Unter der ersten Präsidentschaft von Donald Trump wurde dieser Kurs nicht nur fortgeführt, sondern deutlich verschärft. Mahan Air und andere iranische Fluggesellschaften hätten im syrischen Bürgerkrieg regelmäßig Kämpfer und Ausrüstung nach Syrien geflogen, um das Regime von Bashar al-Assad zu unterstützen. Washington forderte andere Staaten deshalb auf, diesem Beispiel zu folgen und die Airline auszusperren – als Reaktion auf deren Rolle in der Eskalation des Konflikts. 2018 verbot dann auch Deutschland Flüge von Mahan Air.

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