Cockpit: Sitzt in Zukunft hier nur noch ein Pilot?

Gemeinsam mit SikorskyFedex testet Flüge mit nur einem Piloten

Die Debatte über die Frage, ob es auch mit einem Piloten geht, erhitzt die Gemüter. Derweil testet der Logistikriese Fedex bereits Flugzeuge mit einer Person im Cockpit.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Pilotinnen und Piloten dürften sich nicht unbedingt über das freuen, was Fedex und Sikorsky gerade testen. In Zeiten, in denen ohnehin viele Jobs auf dem Prüfstand stehen, hob am 10. Februar eine ATR 42 des Logistikriesen  am Waterbury-Oxford Airport im Bundesstaat Connecticut in den USA ab. Es war ein Testflug für Software, die den zweiten Piloten im Cockpit überflüssig machen soll, berichtet das Portal The Air Current.

Es ist der größte kommerzielle Flieger, der bislang mithilfe einer solchen Software abgehoben ist. Es dürfte aber nicht der letzte sein. Gerade im Frachtbereich flirten Anbieter schon länger mit einem Cockpit in dem nur noch eine Person am Steuer sitzt. Denn das würde ihre Personalkosten deutlich senken.

Airbus und Boeing forschen

Die Debatte über die Frage, wie viele Personen im Cockpit gebraucht werden, ist auch in Europa im vollen Gange. Die europäische Luftfahrtbehörde Easa beschäftigt sich mit dem Thema, wie kürzlich ihr Chef Patrick Ky erklärte. Schon bald könne es lockerere Regelungen für die Reiseflugphase geben. Etwas später könnten weitere Lockerungen folgen, so Ky.

Und irgendwann seien womöglich ganze Flüge mit nur einem Piloten oder einer Pilotin möglich, so der Easa-Chef. In die Richtung geforscht wird schon seit Längerem. In Großbritannien testet BAE Systems eine umgebautenJetstream 31, die ganz von alleine fliegt. Und Airbus und Boeing tüfteln ebenfalls an pilotenlosen Flugzeugen. Sie argumentieren, das Risiko werde nicht steigen, da 90 Prozent der Unfälle auf menschliches Versagen zurückzuführen seien.

Vereinigung Cockpit warnt

Die deutsche Gewerkschaft Vereinigung Cockpit VC äußert sich allerdings kritisch dazu. «Die Reduzierung der Cockpitbesatzung auf einen einzelnen Piloten oder eine einzelne Pilotin lehnen wir unabhängig von der Flugphase ab», sagt Björn Reimer, verantwortlich für Sicherheitsthemen. «Mit den aktuellen technischen Möglichkeiten würde das das sehr hohe Sicherheitsniveau in der Verkehrsluftfahrt gefährden.»

Während man bei Frachtflügen die Einführung des Einmann-Cockpits allgemein eher sieht, wird es bei Passagierfliegern noch länger dauern. Der Grund ist die noch fehlende Akzeptanz der Reisenden für die technische Revolution. Doch es gibt auch skeptische Stimmen aus der Cargowelt. «Unsere Flugzeuge fliegen in die Metropolen der Welt. An diesen Flughäfen ist es eng, es herrscht viel Verkehr. Da gibt es vieles, was unvorhersehbar ist. Und Dinge, die unwägbar sind, brauchen nun mal menschliche Intervention», sagte Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber im Interview mit aeroTELEGRAPH.

Mehr zum Thema

Modell einer CR929 im Windtunnel: Zwischen 2025 und 2027 auf dem Markt.

CR929 soll erster großer Flieger mit einem Piloten werden

Auf Platz 3 befinden sich mit einem MOM von 0.90 die Modelle Falcon 7X (Cockpit im Bild zu sehen) und Falcon 8X von Dassault Aviation. Auch für die noch im Bau befindliche Falcon 6X gibt der Hersteller diesen Wert dann. Dazu gesellen sich Bombardier Global 5500 und Global 6500.

Nur noch ein Pilot im Cockpit des Businessjets?

Instrumente im Cockpit: Werden sie bald nur noch von einer Person bedient?

Das Ende der Kopiloten

Cockpitpersonal bei der Arbeit: Wo verdient man in Europa am meisten?

So viel verdienen Pilotinnen und Piloten in Europa

Video

Der Airbus A220 von Croatia Airlines: In Split von der Piste abgekommen.
Eigentlich sollte Flug OU412 nach Frankfurt starten. Doch beim Beschleunigen geriet der Airbus A220 von Croatia Airlines aus ungeklärten Gründen von der Piste des Flughafens Split ab. Nun ermittelt die kroatische Flugunfallbehörde.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Westjet Boeing 787
Reisende werfen der kanadischen Fluglinie vor, ihnen Entschädigungen vorzuenthalten. Der Verdacht: Wechselt Westjet im letzten Moment Flugzeuge ein, die sich bereits in der Wartung befinden, um dann den Flug zu annullieren? Eine kanadische Behörde ermittelt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin