Embraer Legacy 650E von Air Hamburg: Die letzte Neue.

Ende der ProduktionEmbraers letzter ERJ ging nach Deutschland

Die Regionalflugzeuge der ERJ-Familie gehören zu den erfolgreichsten der Welt. Jetzt endet die Produktion - nach einer Auslieferung nach Hamburg.

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Am 19. Juni präsentierte die deutsche Businesscharterairline Air Hamburg ihren neusten Zugang: eine Legacy 650E von Embraer. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ANCE ist ein ganz spezielles. Es handelt es sich um das letzte produzierte Exemplar der ERJ-Familie.

ERJ steht für Embraer Regional Jet. Das größte Mitglied, die ERJ 145 mit Platz für bis zu 50 Passagiere, absolvierte 1995 seinen Erstflug. Es folgten die kleineren ERJ 135 (1998) und ERJ 140 (2000). Hinzu kamen zudem die Business-Jet-Varianten Legacy 600 und Legacy 650, die auf der ERJ 135 basieren. Es gibt auch eine militärische Variante namens R99.

Großer Konkurrent des CRJ

«Dieser Ausstieg ist Teil des erneuten Schwerpunkts der Abteilung Executive Jets auf die  neu entwickelten Produkte Phenom- und Praetor», erklärt ein Sprecher von Embraer. Mit mehr als 1200 gebauten Exemplaren gehört die ERJ-Familie zu den meist produzierten Regionalflugzeugen der Welt. Ihr großer Konkurrent war Bombardiers Canadair Regional Jet CRJ. Auch der steht vor seinem Ende.

Die ERJ-Produktionslinien in Brasilien sollen weiter genutzt werden, um den neuen Businessjet Praetor 600 und die E-Jets der ersten und zweiten Generation zu bauen. Eine Fokussierung des Geschäfts auf die neueren Modelle scheint für den brasilianischen Flugzeugbauer gerade logisch. Embraer befindet sich durch die Corona-Krise und das Scheitern des Gemeinschaftsunternehmens mit Boeing gleich in einer doppelt schwierigen Lage. Mitte Juni erhielt das Unternehmen die Zusicherung für staatliche Kredite.

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