Boeing 777 von KLM: Einmal mit und ein Mal ohne Krone: Das ändert sich jetzt.

KLM Air AsiaDie Krone ist zurück: KLM lässt ihre Asien-Jets wieder wie den Rest der Flotte aussehen

Jahrzehntelang flogen Flugzeuge von KLM Asia ohne die niederländische Königskrone. Nun verschwindet auch diese Besonderheit: Die ersten Boeing 777 erhalten wieder die reguläre KLM-Lackierung. Die einst aus politischen Gründen gegründete Tochter bleibt dennoch bestehen.

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Erst verschwand das Wort Asia jetzt kehrt die Krone zurück. KLM verändert erneut das Erscheinungsbild der Flugzeuge ihrer Asien-Tochter. Nachdem bereits eine Boeng 787 ohne den bisherigen Asia-Schriftzug, aber weiterhin ohne die typische KLM-Krone aufgetaucht war, geht die niederländische Fluggesellschaft bei ihren Boeing 777 nun weiter: Sie erhalten wieder die normale KLM-Lackierung.

Den Anfang macht die Boeing 777-200 mit dem Kennzeichen PH-BQF. Sie flog am 5. August nach Malta und verbrachte dort mehrere Wochen in der Lackierhalle. Zurück kam sie mit KLM Royal Dutch Airlines auf dem Rumpf und der Krone im Logo. Eine zweite Boeing 777, PH-BQD, befindet sich inzwischen ebenfalls in Malta. KLM erklärt gegenüber dem niederländischen Luftfahrtportal Up in the Sky, man wolle damit «mehr Einheitlichkeit schaffen und die Flugzeuge noch flexibler im Betrieb einsetzen können».

Warum KLM Asia ohne Krone flog

Dass die Flugzeuge überhaupt anders aussahen als der Rest der KLM-Flotte, hatte politische Gründe. KLM gründete KLM Asia 1995 vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen China und Taiwan. Fluggesellschaften, die Taiwan anflogen, drohten damals Beschränkungen für Flüge nach China. Die Konstruktion über eine eigene Tochter ermöglichte KLM, weiterhin beide Märkte zu bedienen.

Auch äußerlich wurde Distanz zu den Niederlanden geschaffen. Die niederländische Königskrone verschwand aus dem KLM-Logo und wurde durch Asia ersetzt. Auch die niederländische und die EU-Flagge wurden entfernt. Die Kabinen unterschieden sich dagegen nicht. Air France, British Airways und auch Swissair gehörten ebenfalls zu den Fluggesellschaften, die eigene Asien-Ableger nutzten.

Vom Dreamliner zur Boeing 777

Die damaligen Beschränkungen bestehen inzwischen nicht mehr, KLM Asia existiert aber weiterhin. Bei der Lackierung hatte KLM bereits zuvor eine Veränderung eingeleitet. Ein Boeing 787 Dreamliner erhielt ein neues Design ohne den Zusatz Asia. Krone und der Zusatz Royal Dutch Airlines fehlten allerdings noch.

Bei den Boeing 777 fällt diese optische Sonderstellung nun ganz weg. Die Tochtergesellschaft bleibt bestehen, ihre Flugzeuge sollen aber einheitlicher mit der übrigen Flotte auftreten. Damit ist auch die Krone zurück, jenes Symbol, das seit den 1970er-Jahren zu KLMs berühmter blauer Lackierung gehört.

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