Business Class des KLM-A350: Am Anfang noch nicht im Verkauf.

Im Airbus A350Neue Business Class nicht nutzbar – das bringt KLM ein kurioses Personalproblem

Die neue Business Class in den ersten Airbus A350 von KLM kann zunächst nicht genutzt werden. Das betrifft nicht nur Passagiere. Auch für Besatzungsmitglieder wird das zum Problem.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Ein Sitz in der Premium Economy statt in der Business Class ist definitiv weniger komfortabel, aber auch kein Weltuntergang. Für die niederländische Airline KLM bedeutet das aber auch im übertragenen Sinn Ungemütlichkeit. Der Grund dafür steckt in den ersten Airbus A350 der niederländischen Fluggesellschaft.

Wenn KLM-Mitarbeitende des Cockpit- oder Kabinenpersonals an einen anderen Ort schickt, damit sie dort Kolleginnen oder Kollegen ersetzen, haben diese unter bestimmten Umständen Anspruch auf einen Platz in der Business Class. Bei den ersten Airbus A350 kann KLM diesen Anspruch allerdings vorübergehend nicht erfüllen, denn: KLM erwartet, dass die ersten drei A350 zunächst ohne nutzbare Sitze in der neuen World Business Class unterwegs sein werden.

KLM muss Airbus A350 ohne Business Class los schicken

Die neuen Sitze dürften bei der Einführung der Flugzeuge noch nicht zertifiziert sein und können deshalb vorerst weder verkauft noch genutzt werden. Das betrifft damit auch die eigenen Beschäftigten. «Normalerweise kann bei einer Entsendung ein Sitz in der World Business Class genutzt werden», erklärt Chris van Elswijk von der Kabinengewerkschaft VNC gegenüber dem Portal Up in the Sky. Solange die neuen Sitze nicht zertifiziert seien, falle diese Möglichkeit im A350 weg.

KLM erwägt deshalb, die betroffenen Beschäftigten stattdessen in der Premium Comfort Class unterzubringen. An deren Komfort stört sich die Gewerkschaft nicht. «Das ist ein sehr guter Sitz, aber das ist nicht die Vereinbarung mit KLM», so Van Elswijk. Entscheidend sind die bestehenden tariflichen Vereinbarungen.

Gewerkschaft wünscht sich einen Anruf von KLM

KLM kann die vorgesehene Regelung nach Angaben der VNC nicht einfach einseitig ändern. Will die Fluggesellschaft davon abweichen, muss sie dies gegenüber der Gewerkschaft begründen. Ganz ausgeschlossen ist die Lösung mit Premium Comfort damit nicht. «Es ist nicht immer möglich, Vereinbarungen einzuhalten. Dann muss eben angerufen werden», erklärt Van Elswijk.

Wird eine Abweichung vereinbart, muss KLM sie allerdings kompensieren. Nach Angaben der Gewerkschaft geschieht das in Form von freien Tagen. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist noch offen. KLM muss der Gewerkschaft zunächst eine entsprechende Begründung vorlegen.

Sie lesen uns regelmäßig? Dann werden Sie Teil der Menschen, die unsere Arbeit möglich machen. Ihr Abo stärkt unabhängigen Luftfahrtjournalismus und sorgt zugleich für ein werbefreies Leseerlebnis. Und das für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-klm

KLM holt letzte abgestellte Embraer E2 aus Twente zurück

ticker-klm

KLM führt flexiblere Tickets und Extras für Jugendliche und Studierende ein

ticker-klm

KLM fliegt ab Ende August wieder nach Tel Aviv

ticker-klm

KLM verschiebt Airbus-A350-Premiere

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack