Business Class des KLM-A350: Am Anfang noch nicht im Verkauf.

Im Airbus A350Neue Business Class nicht nutzbar – das bringt KLM ein kurioses Personalproblem

Die neue Business Class in den ersten Airbus A350 von KLM kann zunächst nicht genutzt werden. Das betrifft nicht nur Passagiere. Auch für Besatzungsmitglieder wird das zum Problem.

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Ein Sitz in der Premium Economy statt in der Business Class ist definitiv weniger komfortabel, aber auch kein Weltuntergang. Für die niederländische Airline KLM bedeutet das aber auch im übertragenen Sinn Ungemütlichkeit. Der Grund dafür steckt in den ersten Airbus A350 der niederländischen Fluggesellschaft.

Wenn KLM-Mitarbeitende des Cockpit- oder Kabinenpersonals an einen anderen Ort schickt, damit sie dort Kolleginnen oder Kollegen ersetzen, haben diese unter bestimmten Umständen Anspruch auf einen Platz in der Business Class. Bei den ersten Airbus A350 kann KLM diesen Anspruch allerdings vorübergehend nicht erfüllen, denn: KLM erwartet, dass die ersten drei A350 zunächst ohne nutzbare Sitze in der neuen World Business Class unterwegs sein werden.

KLM muss Airbus A350 ohne Business Class los schicken

Die neuen Sitze dürften bei der Einführung der Flugzeuge noch nicht zertifiziert sein und können deshalb vorerst weder verkauft noch genutzt werden. Das betrifft damit auch die eigenen Beschäftigten. «Normalerweise kann bei einer Entsendung ein Sitz in der World Business Class genutzt werden», erklärt Chris van Elswijk von der Kabinengewerkschaft VNC gegenüber dem Portal Up in the Sky. Solange die neuen Sitze nicht zertifiziert seien, falle diese Möglichkeit im A350 weg.

KLM erwägt deshalb, die betroffenen Beschäftigten stattdessen in der Premium Comfort Class unterzubringen. An deren Komfort stört sich die Gewerkschaft nicht. «Das ist ein sehr guter Sitz, aber das ist nicht die Vereinbarung mit KLM», so Van Elswijk. Entscheidend sind die bestehenden tariflichen Vereinbarungen.

Gewerkschaft wünscht sich einen Anruf von KLM

KLM kann die vorgesehene Regelung nach Angaben der VNC nicht einfach einseitig ändern. Will die Fluggesellschaft davon abweichen, muss sie dies gegenüber der Gewerkschaft begründen. Ganz ausgeschlossen ist die Lösung mit Premium Comfort damit nicht. «Es ist nicht immer möglich, Vereinbarungen einzuhalten. Dann muss eben angerufen werden», erklärt Van Elswijk.

Wird eine Abweichung vereinbart, muss KLM sie allerdings kompensieren. Nach Angaben der Gewerkschaft geschieht das in Form von freien Tagen. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist noch offen. KLM muss der Gewerkschaft zunächst eine entsprechende Begründung vorlegen.

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