Boeings Konzeptflieger: 50 Prozent weniger Energieverbrauch.

Der Prius der Lüfte

Ingenieure von Boeing zeigen, wie sie sich Fliegen in Zukunft vorstellen. Die Inspiration holen sie sich zum Teil von der Straße.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Schallgeschwindigkeit? Purer Luxus? Oder doch vollgestopfte Jets mit Stehplätzen? Wie genau das Reisen im Jahr 2050 aussehen wird, kann niemand vorhersagen. Was die Technologien angeht, die zum Einsatz kommen, gibt es dennoch schon vielversprechende Ansätze. Was fast alle gemeinsam haben: Sie sind umweltfreundlicher. Denn das verlangen Airlines wie Passagiere zunehmend. Auch der neue Konzeptflieger von Boeing bietet eine bessere Ökobilanz. «Sugar Volt» ist der Arbeitstitel des von der Nasa gesponserten Projekts. Flügelspannweite, Design, Materialien - all das ist beim Sugar Volt noch nicht gesetzt. Natürlich wird der Flieger anders, moderner, leichter sein als bisher. Aber «wir setzen dabei noch auf keine spezielle Technologie», erklärte Marty Bradley vom Boeing Forschungsteam dem amerikanischen Fernsehsender MSNBC. Man beobachte genau, wie sich bestimmte Technologien entwickelten und entscheide sich dann irgendwann für die geeignete.

Wovon das Team beim Sugar Volt schon eine sehr genaue Vorstellung hat, ist der Antrieb. Ähnlich wie beim revolutionären Hybridauto Toyota Prius soll er funktionieren. Zum einen gäbe es den elektrischen Antrieb. Die Batterien des Jets würden am Flughafen mit Strom aufgeladen. Beim Start würde dann Treibstoff zum Einsatz kommen. Während des Fluges soll aber zumindest ein großer Teil der Energie vom elektrischen Antrieb stammen. Die größte Herausforderung dabei sind laut den Boeing-Ingenieuren aber wie beim Auto auch die Batterien. Denn die sind verglichen mit Treibstoff viel schwerer und treiben den Energieverbrauch vorerst noch nach oben.

Schwere Batterien, leichter Flieger

An diesem Problem arbeiten die Forscher gerade. Man will den Nachteil des Gewichtes der Batterien durch leichtere Materialien, eine bessere Aerodynamik und einen besseren Antrieb wieder ausgleichen. Daraus könnte ein Jet resultieren, der nur 50 Prozent der Energie braucht, die heutige Flieger nötig haben. Das würde am Ende wiederum eine halb so große und damit leichtere Batterie bedeuten.

Als Antrieb für den Jet zieht das Sugar-Volt-Team auch Flüssiggas in Erwägung. «Wenn es einmal im Flieger ist, funktioniert es ziemlich gut», so Bradley. Nur müsse man die nötige Infrastruktur an den Flughäfen schaffen und eine Technik, mit der man die Jets mit dem Treibstoff betankt. Doch womit am Ende die Flieger wirklich angetrieben werden, hängt von vielen Faktoren ab. Noch ist laut Bradley nicht klar, wie gut die Versorgung mit den verschiedenen Treibstoff-Optionen gesichert sei. Man teste verschiedene Technologien aus und versuche, sich möglichst viele Optionen offen zu lassen.

Mehr zum Thema

Flugzeuge von Belavia: US-Sanktionen gegen die Staatsairline wurden gelockert.

Belavia darf offenbar wieder direkt bei Boeing einkaufen

Auf der Farnborough Airshow: Die Boeing 737 Max 10 ist inzwischen zugelassen.

Wie viel wissen Sie über die Boeing 737 Max 10?

ticker-boeing-1

Boeing und Lufthansa Technik verlängern Ersatzteilvertrag

ticker-boeing-1

Boeing prognostiziert mehr als 4000 Frachtflugzeuge bis 2045

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies